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Wert­ex­plo­si­on klä­ren, preis­trei­ben­de Grund­stücks­ge­schäf­te unterbinden!

Clau­dia Köh­ler und Lud­wig Hart­mann kri­ti­sie­ren Geschäfts­ge­ba­ren der Söder-Regie­rung beim Ankauf des Nürn­ber­ger TU-Grundstücks

Als wich­tig und in ihrer Deut­lich­keit begrü­ßens­wert bezeich­nen die Land­tags-Grü­nen die Kri­tik des Baye­ri­schen Obers­ten Rech­nungs­hofs an den ver­mehr­ten Über­wer­t­an­käu­fen von Lie­gen­schaf­ten durch die Söder-Regie­rung unter ande­rem für die neue Tech­ni­sche Uni­ver­si­tät Nürn­berg. Die Vor­gän­ge kom­men­tie­ren die haus­halts­po­li­ti­sche Spre­che­rin Clau­dia Köh­ler und der Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Lud­wig Hart­mann wie folgt:

Clau­dia Köh­ler: „Die ORH-Kri­tik an gleich vier Grund­stücks­an­käu­fen dem Jahr 2018 wirft ein schlech­tes Licht auf das Finanz­ge­ba­ren der Söder-Regie­rung. Ein Ver­kehrs­wert­gut­ach­ten, das offen­sicht­lich nur Vor­schlags­cha­rak­ter hat, ist wert­los. Künf­tig brau­chen wir prä­zi­se und trans­pa­ren­te Grund­stücks­wert­ermitt­lun­gen, die bei Grund­stücks­an­käu­fen als ver­bind­li­che Ori­en­tie­rungs­mar­ken die­nen müs­sen. Zudem ist es für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger nicht nach­voll­zieh­bar, dass ein Grund­stück, das sowie­so in öffent­li­cher Hand war und lan­ge brach lag, allein durch Besit­zer­wech­sel eine Wert­ex­plo­si­on erfährt und die Steu­er­bür­ge­rin­nen und ‑bür­ger das bezah­len sol­len. Sol­che preis­trei­ben­den Geschäf­te von der öffent­li­chen Hand zu Pri­va­ten und zurück, müs­sen unter­bun­den wer­den. Gera­de bei ehe­ma­li­gem Bahn­ei­gen­tum ist man es der Öffent­lich­keit schul­dig, dar­zu­le­gen, zu wel­chem Wert das Grund­stück von der Bahn in die Bücher der Aure­lis über­ging. Mit dem Ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um in Ber­lin trägt die CSU auch hier Verantwortung.“

Lud­wig Hart­mann: „Es ist fast schon töl­pel­haft, wie Mar­kus Söder bei sei­nen Nürn­ber­ger Pres­ti­ge­pro­jek­ten Uni­ver­si­tät und Zukunfts­mu­se­um vor­ge­gan­gen ist: Wer erst den Wunsch­stand­ort ver­kün­det und dann über den Grund­stücks- oder Miet­preis ver­han­delt, ver­dirbt den Preis und ver­stößt gegen das klei­ne Kauf­manns-Ein­mal­eins. Der von den baye­ri­schen Steu­er­zah­lern gedeck­te Blan­ko­scheck sitzt dem CSU-Minis­ter­prä­si­den­ten bei sei­nen Ein­kaufs­tou­ren viel zu locker. Künf­tig muss gel­ten:  Kein hyper­ak­ti­ves Ver­kün­den neu­er Groß­pro­jek­te, wenn der Boden noch nicht berei­tet ist. Denn so macht man sich erpressbar.“

 

Medi­en­echo:

Befund der Rech­nungs­prü­fer: Staat zahlt für Grund­stü­cke mehr als ange­mes­sen — Augs­bur­ger Allgemeine

Söders schlech­ter Deal — Jun­ge Welt

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