„Frak­ti­ons­re­ser­ve ist Selbst­be­die­nung am Haus­halt in schwie­ri­gen Zeiten“

Land­tags-Grü­ne for­dern, 100 Mil­lio­nen Euro statt­des­sen an Kom­mu­nen zu geben – für Schu­len, Kita­plät­ze, Schwimm­bä­der oder Klimaanpassung

Die Staats­re­gie­rung plant über 100 Mil­lio­nen Euro aus der Frak­ti­ons­re­ser­ve in Mini­be­trä­gen run­ter bis zu 8.000 Euro auf 350 Anträ­ge zu ver­tei­len. Dabei greift sie auch auf The­men zurück, die die Land­tags-Grü­nen schon seit Jah­ren for­dern – aller­dings für ganz Bay­ern, nicht nur für ein­zel­ne Stimm­krei­se. Dar­un­ter bei­spiels­wei­se Smart­phones für die Poli­zei, Sport­för­de­run­gen, Inte­gra­ti­ons­pro­jek­te, Sire­nen­pro­gramm, Smart­phones für Bewäh­rungs­hel­fe­rin­nen und ‑hel­fer, Jugend­kunst­schu­len, Digi­ta­li­sie­rung am Bau, Wohn­raum für Stu­die­ren­de, Insti­tut für Medi­en­päd­ago­gik, Pfle­ge­So­Nah oder die För­de­rung von Sing- und Musikschulen.

Clau­dia Köh­ler: „Eini­ge Pro­jek­te wie Pro­fil­bil­dung an Hoch­schu­len und die not­wen­di­ge Sach­aus­stat­tung dafür sind durch­aus wich­tig, gehö­ren jedoch in den Haus­halts­ent­wurf für ganz Bay­ern. Aber die Regie­rungs­ko­ali­tio­nen spie­len hier schon lan­ge ein fal­sches Spiel: Um Schau­fens­ter­an­trä­ge stel­len zu kön­nen, schla­gen sie Mil­lio­nen­lö­cher in den Haus­halts­ent­wurf, ins­be­son­de­re bei den Berei­chen Gesund­heit, Wis­sen­schaft und Kunst, um dann ein­zel­ne The­men lokal zu bedie­nen. Wie soll ein Minis­te­ri­um mit sol­chen Bud­get­lö­chern ver­nünf­tig planen?“

Die Land­tags-Grü­nen for­dern seriö­se Haus­halts­po­li­tik statt eine Fraktionsreserve.

Clau­dia Köh­ler: „Die­se 100 Mil­lio­nen Euro soll­ten statt­des­sen den Kom­mu­nen in ganz Bay­ern gege­ben wer­den – sofort! Für die Sanie­rung von Schu­len, für Kita­plät­ze, für Schwimm­bä­der, für Jugend­zen­tren, für die Kli­ma­an­pas­sung und vie­les mehr. So kommt das Geld direkt bei den Men­schen in Bay­ern an.“

Hin­ter­grund:

Der Finanz­mi­nis­ter stellt in sei­nem Ent­wurf den Regie­rungs­frak­tio­nen im Ein­zel­plan 13 (Finanz­mi­nis­te­ri­um) 100 Mil­lio­nen Euro für Ände­rungs­an­trä­ge auf Kleinst­pro­jek­te in ihren Stimm­krei­sen zur Ver­fü­gung. Die Frak­ti­ons­re­ser­ve wird immer wei­ter erhöht: 2009 waren es 30 Mil­lio­nen Euro, 2022 waren es 60 Mil­lio­nen Euro, 2023 dann 70 Mil­lio­nen Euro, in die­sem Jahr sind es bereits 100 Mil­lio­nen Euro.

Wei­te­re Bei­spie­le, für Pro­jek­te, die nach Ansicht der Land­tags-Grü­nen wenn schon, dann in den Stamm­haus­halt gehö­ren: Mit­tel für auto­no­me Bus­se, Imp­fun­gen, Res­cue Teams für Kin­der­not­fäl­le, Pra­xis­an­lei­ter­bo­nus, Ver­net­zungs­kon­zep­ten zur medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung, Pro­fil­bil­dung an Hoch­schu­len, Sach­auf­wand für Stu­di­en­gän­ge, Digi­ta­le Leh­re und der Zuschuss Studentenwerk.

Medi­en­echo:

Söder und Aiwan­ger ver­tei­len Mil­lio­nen in Bay­ern – Har­sche Kri­tik von den Grü­nen und SPD — AZ

 

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