Haus­halt 2022: Grü­ner 10-Punk­te-Plan vorgelegt

Die Aus­gangs­si­tua­ti­on zu Beginn der Legis­la­tur­pe­ri­ode im Okto­ber 2018 war eine boo­men­de Kon­junk­tur, spru­deln­de Steu­er­ein­nah­men und ein nied­ri­ges Zins­ni­veau. Damit hät­te es viel Spiel­raum für Vor­sor­ge und Inves­ti­tio­nen in Bay­ern gege­ben. Ziel: eine hohe Lebens­qua­li­tät, sozia­le Gerech­tig­keit, gleich­wer­ti­ge Lebens­ver­hält­nis­se und wich­ti­ge Inves­ti­tio­nen in sozia­le und tech­ni­sche Infra­struk­tur. Auch der Kli­ma­kri­se hät­te man in Bay­ern gut durch eine öko­lo­gi­sche Moder­ni­sie­rung ent­ge­gen­wir­ken können.

Aller­dings: Die gute Ein­nah­me­sei­te wur­de nicht genutzt, um die Pro­ble­me zu lösen und um den eigent­li­chen Staats­auf­ga­ben nach­zu­kom­men. Seit 2018 rutsch­te Bay­erns Haus­halt auf­grund von Wahl­ver­spre­chen von CSU und FW in eine struk­tu­rel­le Schief­la­ge, dies führt zu dau­er­haf­ten Mil­li­ar­den­las­ten für Bay­erns Steuerzahler*innen.

In rund 440 Ände­rungs­an­trä­gen für drei Haus­halts­jah­re haben die Grü­nen Abge­ord­ne­ten im Finanz- und Haus­haltsau­schuss, Lud­wig Hart­mann, Tim Par­gent, Clau­dia Köh­ler und Bar­ba­ra Fuchs, kon­kre­te Vor­schlä­ge zur sinn­vol­len Mit­tel­ver­wen­dung ein­ge­bracht. Erfolg­reich waren u.a. Anträ­ge zu Stel­len­meh­rung in der Finanz­ver­wal­tung, im Denk­mal­schutz und bei der Berufseinstiegsbegleitung.

Um den Her­aus­for­de­run­gen gerecht zu wer­den, haben die Land­tags-Grü­nen einen 10-Punk­te-Plan für Bay­ern bis 2030 auf­ge­stellt, der sich an dem Mot­to: “kli­ma­neu­tral, kli­ma­fit und kli­ma­fest” orientiert.

„Wir müs­sen jetzt vor allem in eine wirk­lich funk­tio­nie­ren­de Infra­struk­tur inves­tie­ren. Züge, Bus­se, Inter­net, Hoch­schu­len, nach­hal­ti­ge Ener­gie­ver­sor­gung, Kin­der­be­treu­ung – alles unge­nü­gend und maro­de. Funk­tio­nie­ren­de Struk­tu­ren sind ele­men­ta­re Vor­aus­set­zun­gen für unse­ren Wirt­schafts­stand­ort und die Ent­wick­lung tech­ni­scher Inno­va­tio­nen. Unter­neh­men und Men­schen müs­sen sich end­lich dar­auf ver­las­sen kön­nen, um auf der Höhe der Zeit arbei­ten zu können.“

„Für das kom­men­de Haus­halts­jahr sehen wir Grü­ne ganz kla­re Schwer­punk­te, in die der Frei­staat mas­siv inves­tie­ren muss. Dazu gehö­ren Kli­ma­schutz, Kli­ma­an­pas­sung der Kom­mu­nen und tech­ni­sche und sozia­le Infra­struk­tur. Öffent­li­cher Nah­ver­kehr, Gesund­heit, Pfle­ge und Bil­dung sind Berei­che, in denen die Men­schen auf Moder­ni­sie­rung und gute Struk­tu­ren ange­wie­sen sind. Nur reden reicht nicht mehr – wir müs­sen die Ärmel hoch­krem­peln und die Din­ge anpacken!“

Clau­dia Köh­ler, haus­halts­po­li­ti­sche Sprecherin

211008_Grüner Haushalt2022_Papier

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