Frischluftschneise darf nicht leichtfertig zugebaut werden!

Ökologie und Ökonomie zusammen denken
Mit meinem Heimat-Ortsverband der Unterhachinger Grünen beradelte ich die Frischluftschneise Münchens, vom Kapellenfeld in Neubiberg zum Gewerbegebiet Nord in Unterhaching und anschließend zum Jochen-Schweizer-Areal in Taufkirchen. Dort sind überall Baumaßnahmen im Gespräch, die die Frischluftschneise und damit die Luftzufuhr für München tangieren könnten. 
 
In der neuen DWD-Studie, Deutscher Wetterdienst,  wird ein weiteres Mal die Bedeutung des Alpinen Pumpens betont, besonders auch in den Tälern der Würm, Isar und des Hachinger Bachs. Besonders nachts ist der kühlende Einfluss der Winde, die auch noch schadstoffärmer und damit doppelt wichtig sind, signifikant. Die vorliegenden Ergebnisse zeigen, dass dieser Effekt mehrere Grad ausmachen dürfte. 
„Als Nachbargemeinde Münchens stehen wir so in besonderer Verantwortung, die Frischluftzufuhr für München zu gewährleisten“, so meine Meinung. 
Es wird erwartet, dass die Sommertage (Maximum über 25 Grad) in unserer Region bis Mitte des Jahrhunderts stark ansteigen werden. Deshalb gilt es jetzt, alle Bauprojekte gut zu prüfen, Klimagutachten abzuwarten und umfassende Untersuchungen anzustellen.
Wir haben also eine Riesenverantwortung, Klimaschutz zu betreiben. Das kann mit Gestaltung des Wohn- und Geschäftsbaus und der Steuerung des Verkehrsflusses geschehen. 
„Dies geht nur im Schulterschluss mit angrenzenden Gemeinden und der Landeshauptstadt München. Ökonomie darf hier nicht als Widerspruch zu Ökologie ausgespielt werden, alle Kriterien bedingen einander. Jedes Unternehmen braucht gesunde Mitarbeiter*innen. Wir müssen endlich damit beginnen Klimaanpassung in unseren Gemeinden zu betreiben, also mit Grün- und Wasserflächen für Kühlung vor Ort sorgen und Hitzestaus vermeiden.”

Presseecho
Unterhachings zweifelhafter Spagat – MM

Unterhaching erhebt Einwände gegen Taufkirchner Pläne zu Jochen-Schweizer-Quartier – Hallo München

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