Mil­li­ar­den­schwe­re Aus­ga­ben­res­te ein­zie­hen und ziel­ge­rich­tet einsetzen

Clau­dia Köh­ler greift ORH-Kri­tik auf: „Land­tag muss sich das Bud­get­recht zurückholen“

Im Vor­feld der letz­ten Ple­nar­wo­che des Baye­ri­schen Land­tags vor der Som­mer­pau­se for­dert die haus­halts­po­li­ti­sche Spre­che­rin der Land­tags-Grü­nen, Clau­dia Köh­ler, mil­li­ar­den­schwe­re Aus­ga­ben­res­te aus frü­he­ren Lan­des­haus­hal­ten end­lich trans­pa­rent und ziel­ge­rich­tet ein­zu­set­zen. „1,5 Mil­li­ar­den Euro für Bau und Ver­kehr und damit auch für den drin­gend nöti­gen ÖPNV-Aus­bau, 1,7 Mil­li­ar­den Euro für Kunst und Wis­sen­schaft, ins­be­son­de­re für zusätz­li­che Beschäf­tig­te: Die­se Gel­der wur­den bis heu­te nicht bestim­mungs­ge­mäß aus­ge­ge­ben“, zählt Clau­dia Köh­ler auf. „Der Gip­fel aber sind 286 Mil­lio­nen Euro Haus­halts­res­te im Bil­dungs­be­reich. Hier haben wir in der Coro­na­kri­se die Rück­stän­dig­keit des baye­ri­schen Schul­sys­tems beim Home­schoo­ling und der digi­ta­len Aus­stat­tung leid­voll erfah­ren müs­sen“, so Clau­dia Köh­ler. „Bay­ern büßt den Schlen­dri­an sei­ner Bildungsminister.“

Mit ins­ge­samt 7,3 Mil­li­ar­den Euro haben die Haus­halts­res­te Ende 2018 über zehn Pro­zent des gesam­ten Haus­halts­vo­lu­mens aus­ge­macht. Erst­mals erschei­nen die­se beschlos­se­nen, aber nicht umge­setz­ten Maß­nah­men in ihrer Gesamt­heit des­halb als eige­ne Ein­zel­be­an­stan­dung in der res­sort­über­grei­fen­den Stel­lung­nah­me des Obers­ten Baye­ri­schen Rech­nungs­hofs (ORH). Clau­dia Köh­ler for­dert, dem Kabi­nett den Zugriff auf die­se Haus­halts­res­te zu ent­zie­hen. „Wir als Land­tag müs­sen uns das Bud­get­recht zurück­ho­len und die Mög­lich­keit bekom­men, ein­ge­zo­ge­ne Res­te neu zu ver­an­schla­gen“, so Clau­dia Köh­ler. „Wir brau­chen drin­gend einen Über­blick, wel­che Haus­halts­res­te ein­ge­zo­gen und für dring­li­che­re Pro­jek­te neu ein­ge­setzt wer­den kön­nen.“ Der Land­tag berät in sei­ner Sit­zung am Diens­tag über die Ent­las­tung der Staats­re­gie­rung für das Haus­halts­jahr 2018.

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