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Menschen mit Behinderung bei Corona nicht vergessen!

„Inklusion von Anfang an. Jetzt geht’s los. Mit Dir!“ Virtueller Aktionstag am 5.Mai

Menschen mit Behinderung sind besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen, Teilhabe ist jetzt noch schwieriger geworden: Kontaktverbote, wenn man auf Hilfe angewiesen ist, ausgesetzte Therapien, eingeschränkter Arzt- und Krankenhausbetrieb, mangelnde Schutzkleidung in Heimen sowie ein höheres Risiko bei einer Infektion.

Der europaweite Aktionstag am 5. Mai soll auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam machen und sich dafür einsetzen, dass alle Menschen endlich gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.

„Wir müssen aufpassen“, so die Landkreis-Landtagsabgeordnete Claudia Köhler, „dass die Diskussion über die Isolierung von Risikogruppen, zu denen Menschen mit Behinderung häufig gehören, nicht zu einer zunehmenden gesellschaftlichen Ausgrenzung und Diskriminierung führt. Im derzeitigen schnellen Informationsfluss dürfen wir niemanden abhängen. Barrierefreie Informationen für Blinde, Gehörlose oder in Leichter Sprache fehlen noch sehr häufig.“

Die Kommunikation für Gehörlose ist durch die Maskenpflicht etwa stark eingeschränkt.

„Menschen, die nichts oder nur kaum etwas hören, können nun nicht einmal mehr Lippenlesen – mit Schutzmasken ist das unmöglich; deshalb sollten mehr Schutzmasken, die durchsichtig sind, angeboten und in Umlauf gebracht werden“, fordert Claudia Köhler.

Keine gute Idee in Zeiten knapper werdender Finanzen findet Köhler Einsparungen im Sozialbereich. „Auf keinen Fall dürfen die bisher erreichten Standards wie Schulbegleitung für Kinder mit Behinderungen oder barrierefreier Ausbau jetzt dem Rotstift zum Opfer fallen. Der Weg aus dieser Krise muss auch die Menschen mit Behinderung mitnehmen, der Weg muss barrierefrei und inklusiv sein.“

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