Anlässlich des bevorstehenden Weltfrauentages wurde bei einer Abendveranstaltung in Unterhaching der Bogen von internalisiertem Sexismus zu Europa gespannt. Die Europakandidatin der Grünen, Andie Wörle, und die zweite Bürgermeisterin von Unterhaching, Johanna Zapf, lieferten zu Beginn unter anderem aktuelle Zahlen zum Gender Health Gap, bei dem Frauen nach wie vor strukturell benachteiligt sind.
Der Gender Health Gap beschreibt ein Ungleichgewicht in der medizinischen Behandlung von Frauen im Vergleich zu Männern. Ob Forschung, Medikamente oder Tumordiagnostik: In den vergangenen Jahrzehnten wurden häufig nur die Erfahrungen männlicher Patienten berücksichtigt. Die Folge? Behandlungsmethoden und Medikamente wurden und werden auf die Bedürfnisse männlicher Patienten zugeschnitten und somit besteht eine systematische Benachteiligung von Frauen.
Daraus entwickelte sich eine lebhafte Diskussion unter den Gästen und es gab auch die Möglichkeit, direkt Fragen an unsere Kandidatin für das Europaparlament zu stellen, die Andie Wörle alle sehr differenziert beantwortet hat. Dabei ging es unter anderem um internalisierten Sexismus, Frauen in technischen Berufen, Kinderbetreuung und den Gender Pay Gap.
Mit dabei waren u.a. die Gemeinderätinnen Evi Karbaumer und Beate Gsänger sowie Gemeinderat Stefan König.
Claudia Köhler: “Der Abend hat gezeigt, dass es noch immer viel zu tun gibt. Auf dem Weg zu gleicher Bezahlung, gerechter Vertretung, gesundheitlicher Gleichberechtigung sind Frauen in den Parlamenten entscheidend wichtig. Sie werden ein Augenmerk auf eine gerechte Verteilung der Ämter und Ressourcen haben. Denn wie es nicht funktioniert, haben wir jetzt lange genug gesehen.”
Nach zahlreichen Wortmeldungen und regem Austausch der Anwesenden wurden einige Diskussionen im Anschluss bei Getränken und Snacks weitergeführt.




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