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Sanie­rung Schloss­gast­stät­te Ober­schleiß­heim schon wie­der teurer

Abge­ord­ne­te Köh­ler und Büch­ler for­dern end­lich Fertigstellung

Die belieb­te Schloss­wirt­schaft mit einem der schöns­ten Bier­gär­ten der Regi­on am geschichts­träch­ti­gen Schloss Schleiß­heim wird seit Jah­ren saniert und umstruk­tu­riert. Seit über 8 Jah­ren ist der Betrieb geschlos­sen. Im Jahr 2018 wur­de der Bau­be­ginn mit Gesamt­kos­ten in Höhe von 10,3 Mio Euro geneh­migt, 2020 kam ein Nach­trag von 2,4 Mio Euro dazu. Laut den bei­den Land­kreis­ab­ge­ord­ne­ten wäre schon damals ein Gut­teil der zusätz­li­chen Kos­ten durch Bau­preis­stei­ge­run­gen zu ver­mei­den gewe­sen, wäre schnel­ler saniert wor­den. Am Diens­tag die­ser Woche wur­de im Land­tag nun ein wei­te­rer Nach­trag von 2,8 Mio Euro dem Haus­haltsau­schuss im Baye­ri­schen Par­la­ment vor­ge­legt, größ­ten­teils Lohn- und Mate­ri­al­preis­stei­ge­run­gen. Statt 10,3 Mio Euro kos­tet die Maß­nah­me nun 15,5 Mio Euro und die Wie­der­eröff­nung wur­de auf das ers­te Quar­tal 2023 verschoben.

Der Haus­halts­aus­schuss zeig­te sich unge­dul­dig und for­der­te nun eine rasche Aus­schrei­bung für die Ver­pach­tung und die Vor­la­ge im September.

Die stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de des Haus­halts­aus­schus­ses Clau­dia Köh­ler kri­ti­siert: „Also wie­der ein Som­mer ohne die Schloss­gast­stät­te, weil die Fer­tig­stel­lung nun erst im Novem­ber 2022 geplant ist. Schon 2020 haben wir zur Eile gemahnt, inzwi­schen kos­tet die Sanie­rung 50% mehr als geplant. Hät­te die Staats­re­gie­rung von Anfang an die Maß­nah­me nicht auf die lan­ge Bank gescho­ben, hät­ten wir viel Steu­er­geld gespart. Ich kann nur hof­fen, dass dies der letz­te beschlos­se­ne Nach­trag ist, die Arbei­ten end­lich abge­schlos­sen wer­den kön­nen und schnells­tens wie­der ver­pach­tet wird.“

Dr. Mar­kus Büch­ler, Grü­ner Land­kreis­ab­ge­ord­ne­ter im Land­kreis Mün­chen und Ober­schleiß­hei­mer Bür­ger fragt: „Die Schloss­wirt­schaft ist schon seit über acht Jah­ren nicht mehr im regu­lä­ren Betrieb. Zwi­schen­zeit­lich gab es die pro­vi­so­ri­sche Form einer Alm­hüt­te, aber auch das ist Geschich­te. Ich ver­ste­he den Frei­staat Bay­ern nicht. Ein Pri­vat­un­ter­neh­men, das so wirt­schaf­ten wür­de und kei­ne kon­kre­ten Daten nen­nen kann, wäre längst plei­te. Schließ­lich ent­ge­hen auch Pacht­ein­nah­men nun schon vie­le Jah­re. Schloss Schleiß­heim ist ein belieb­tes Aus­flugs­ziel und braucht eine geschei­te Wirt­schaft direkt am Schloss! Der Bier­gar­ten wäre nicht zuletzt im Coro­na-Som­mer von­nö­ten gewesen.“

Medi­en­echo:

Schloss­wirt­schaft bleibt Dau­er­bau­stel­le — SZ

 

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