Europäischen Protesttag zur Gleichstellung der Menschen mit Behinderung am 5. Mai
„Ob mit Rollstuhl, Rollator, Fahrrad, Koffer, Kinderwagen oder schwerem Gepäck unterwegs. Die Bahn ist für alle da und sollte für alle selbstverständlich stets barrierefrei nutzbar sein. Leider ist das auch im Jahr 2021 noch nicht immer so“, erklärt der Grüne Abgeordnete und verkehrspolitische Sprecher Dr. Markus Büchler. Von knapp 1.100 Bahnhöfen und Haltepunkten in Bayern sind noch nicht einmal 500 als komplett barrierefrei eingestuft.* „Das gilt auch für den Bahnhof Ebenhausen (Schäftlarn). Dort muss man zwei steile Treppen bewältigen, um zu den Gleisen zu gelangen. Dabei sollten alle Lebensbereiche für Menschen mit und ohne Behinderung ohne Probleme erreichbar, zugänglich und nutzbar sein.“
Bisher fehlen zudem belastbare Aussagen, zu welchem Zeitpunkt alle Verkehrsstationen barrierefrei gestaltet sein werden**.
„Wenn wir in diesem Tempo weiterarbeiten, wird der letzte Bahnhof erst im nächsten Jahrhundert barrierefrei. Das muss schneller gehen!“, fordert die Grüne Abgeordnete und haushaltspolitische Sprecherin Claudia Köhler anlässlich des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai. Mit einer Bildaktion am Bahnhof Ebenhausen möchten die beiden Abgeordneten Barrieren im Alltag sichtbar machen. „Barrierefrei zum Bahnsteig zu gelangen und ohne fremde Hilfe, selbstbestimmt ein öffentliches Verkehrsmittel erreichen zu können – dass sollte selbstverständlich sein.“
Köhler und Büchler fordern sowohl vom Freistaat Bayern als auch der Deutschen Bahn, dass für alle Bahnhalte in Bayern ein verbindlicher Terminplan für den barrierefreien Umbau vorgelegt wird.
*https://www.stmb.bayern.de/med/pressemitteilungen/pressearchiv/2021/3/index.php
**https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/188/1918841.pdf (Frage 6)




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