Steu­er­gel­der ziel­ge­rich­tet ein­set­zen — Bericht des Obers­ten Rech­nungs­hofs im Haushaltsausschuss

Für den Bericht des Baye­ri­schen Obers­ten Rech­nungs­hofs tag­te der Haus­halts­aus­schuss in die­ser Woche im Ple­nar­saal des Baye­ri­schen Landtags.

Der Baye­ri­sche Obers­te Rech­nungs­hof betont in sei­nem Bericht aus­drück­lich, dass Tei­le der High Tech Agen­da nicht über die Coro­na-Hilfs­kre­di­te finan­ziert wer­den dür­fen. Die­sen Punkt hat­te unse­re Grü­ne Frak­ti­on aus­drück­lich im Rah­men der Haus­halts­be­ra­tun­gen moniert. Immer­hin gehe es im Jahr 2021 “um ein immenses Finanz­vo­lu­men von mehr als 72 Mil­li­ar­den Euro”, so der ORH.

Die­se Kre­di­te wer­den fol­gen­de Genera­tio­nen mas­siv belas­ten, der Inves­ti­ti­ons­stau für Infra­struk­tur kommt da noch oben drauf. Wei­te­re Kri­tik­punk­te und kon­struk­ti­ve Beschluss­punk­te für Ver­bes­se­run­gen betra­fen För­der­pro­gram­me in meh­re­ren Res­sorts. Hier braucht es Eva­lu­ie­rung, Con­trol­ling und Pro­zess­über­wa­chung sowie Ver­mei­dung von Dop­pel­för­de­run­gen durch Bund und Land. Staat­li­che Auf­ga­ben an den Land­kreis­be­hör­den set­zen per­so­nell gute Aus­stat­tung vor­aus. Und jedes Jahr stei­gen die Aus­ga­ben­res­te in Mil­li­ar­den­hö­he: Sie wider­spre­chen Haus­halts­klar­heit und Wahrheit. 

Mar­kant ist lei­der immer und über­all zu sehen, wie sehr Bay­ern den Anschluss an die Digi­ta­li­sie­rung ver­passt hat und nun müh­sam Soft­ware­lö­sun­gen, Fach­leu­te und ein­heit­li­che Platt­for­men eta­blie­ren möch­te. In schwie­ri­gen Zei­ten mit zahl­rei­chen Angrif­fen auf die Demo­kra­tie steht der ORH mehr denn je für Trans­pa­renz, Infor­ma­ti­on und Kon­trol­le — in mei­nen Augen gar nicht hoch genug für das Ver­trau­en in Demo­kra­tie und Par­la­ment einzuschätzen.

Hier der kom­plet­te ORH-Bericht.

Bericht in der Süd­deut­schen Zei­tung zum Bericht des ORH (hier klicken).

 

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