Ehemalige Industriebauten werden zu Wohnraum, Büroflächen, Gewerbe und Gastronomie. Das haben wir eindrücklich bei der Denkmaltour gesehen, zu der mich meine Kollegin Sabine Weigand nach Kolbermoor und Rosenheim eingeladen hat. Danke für die spannenden Einblicke.
Die Alte Spinnerei in Kolbermoor wurde von Max von Bredow Baukultur detailgetreu saniert und einer neuen Nutzung zugeführt. Büroflächen, Gewerbe für den täglichen Bedarf und eine großartige Gastronomie mit Ballsaal und Garten beherbergen heute wie damals viele Menschen im Inneren. Solides, dickes Mauerwerk schützt vor Hitze, Stahlträger wurden bewusst sichtbar gelassen und in die Optik des Inneren integriert.
Auch die ehemalige Werkssiedlung der Spinnerei, die wir zusammen mit Bürgermeister Rothmayer besucht haben, ist noch heute wertvoller Wohnraum, die Gemeinde ließ die Wohnungen sanieren. Durch die weitgehende Autofreiheit sind viele Gärten und Flächen für das Miteinander entstanden.
Es lohnt sich also, nachhaltig zu bauen, damit auch die nächsten Generationen nach vielen Jahrzehnten gute Bausubstanz noch nutzen können.
In der Quest Kunstmühle in Rosenheim entstand inzwischen ein Restaurant mit italienischen Köstlichkeiten, darüber Büroräume. Bestandteile der Mühle wie die riesigen Trichter oder die Schlauchansätze wurden gekonnt in das Interieur integriert, sind heute Blickfang und Nutzung zugleich. Vom Turm der Mühle hatten wir am Ende noch einen traumhaften Blick über die ganze Region um Rosenheim.
“Nachhaltiges Bauen heißt auch, das zu bewahren und weiterzuentwickeln, was schon da ist. So sparen wir Ressourcen, schützen Klima und Flächen — und schaffen Orte, die auch für kommende Generationen wertvoll bleiben und an die Geschichte der Bauwerke erinnern.”




Verwandte Artikel
Tradition trifft Blasmusik — Das war der Oide Wiesn-Wettbewerb 2026
Schon zum zweiten Mal hieß es “Tradition trifft Blasmusik” im Festzelt Tradition auf der Oiden Wiesn. Als geschäftsführende Präsidentin des Musikbunds MON (Ober- und Niederbayern) war es mir eine große…
Weiterlesen »
Landkreis Eichstätt: Bezirksumlage soll 2027 auf rund 51 Millionen Euro steigen – MdL Köhler und Bezirksrat Siebler fordern Hilfe vom Freistaat
GRÜNE: Statt Milliarden in der Rücklage zu parken, muss der Freistaat die Kommunen entlasten Auf den Landkreis Eichstätt kommt 2027 eine Bezirksumlage von voraussichtlich rund 51,2 Millionen Euro zu. Das…
Weiterlesen »
Beitrag in einfacher Sprache: Wieder mehr Musik an Bayerns Schulen!
In Bayern gibt es seit 2024 weniger Musik·Unterricht in den Schulen. Der Grund ist eine Studie zu tun. Die Studie heißt Pisa·Studie. Bei der Pisa·Studie machen alle Schüler und Schülerinnen den…
Weiterlesen »