Sanierte Siedlung der Alten Spinnerei Kolbermoor

Indus­trie­bau­ten wer­den zu Wohn­raum und Büros — Denk­mal­tour in Kol­ber­moor und Rosenheim

Ehe­ma­li­ge Indus­trie­bau­ten wer­den zu Wohn­raum, Büro­flä­chen, Gewer­be und Gas­tro­no­mie. Das haben wir ein­drück­lich bei der Denk­mal­tour gese­hen, zu der mich mei­ne Kol­le­gin Sabi­ne Weig­and nach Kol­ber­moor und Rosen­heim ein­ge­la­den hat. Dan­ke für die span­nen­den Einblicke.

Die Alte Spin­ne­rei in Kol­ber­moor wur­de von Max von Bre­dow Bau­kul­tur detail­ge­treu saniert und einer neu­en Nut­zung zuge­führt. Büro­flä­chen, Gewer­be für den täg­li­chen Bedarf und eine groß­ar­ti­ge Gas­tro­no­mie mit Ball­saal und Gar­ten beher­ber­gen heu­te wie damals vie­le Men­schen im Inne­ren. Soli­des, dickes Mau­er­werk schützt vor Hit­ze, Stahl­trä­ger wur­den bewusst sicht­bar gelas­sen und in die Optik des Inne­ren integriert.

Auch die ehe­ma­li­ge Werks­sied­lung der Spin­ne­rei, die wir zusam­men mit Bür­ger­meis­ter Roth­may­er besucht haben, ist noch heu­te wert­vol­ler Wohn­raum, die Gemein­de ließ die Woh­nun­gen sanie­ren. Durch die weit­ge­hen­de Auto­frei­heit sind vie­le Gär­ten und Flä­chen für das Mit­ein­an­der entstanden.

Es lohnt sich also, nach­hal­tig zu bau­en, damit auch die nächs­ten Gene­ra­tio­nen nach vie­len Jahr­zehn­ten gute Bau­sub­stanz noch nut­zen können.

In der Quest Kunst­müh­le in Rosen­heim ent­stand inzwi­schen ein Restau­rant mit ita­lie­ni­schen Köst­lich­kei­ten, dar­über Büro­räu­me. Bestand­tei­le der Müh­le wie die rie­si­gen Trich­ter oder die Schlauch­an­sät­ze wur­den gekonnt in das Inte­ri­eur inte­griert, sind heu­te Blick­fang und Nut­zung zugleich. Vom Turm der Müh­le hat­ten wir am Ende noch einen traum­haf­ten Blick über die gan­ze Regi­on um Rosenheim.

“Nach­hal­ti­ges Bau­en heißt auch, das zu bewah­ren und wei­ter­zu­ent­wi­ckeln, was schon da ist. So spa­ren wir Res­sour­cen, schüt­zen Kli­ma und Flä­chen — und schaf­fen Orte, die auch für kom­men­de Gene­ra­tio­nen wert­voll blei­ben und an die Geschich­te der Bau­wer­ke erinnern.”

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