Im Rahmen eines Antragspakets zum Thema Wohnen fordern die Grünen die Abschaffung der Grunderwerbssteuer für die erste selbstgenutzte Immobilie.. Die Grunderwerbssteuer ist durch ein Bundesgesetz geregelt, das regional angepasst wird. Die Grunderwerbssteuer in Bayern beträgt 3,5% vom Kaufpreis und ist damit die niedrigste bundesweit.
Trotzdem ist in Bayern die Wohneigentumsquote mit 51% deutlich geringer als im europäischen Vergleich. Grund dafür sind die enormen Immobilienpreise in Bayern, besonders im Großraum München. Mehr Wohneigentum wäre aber ein wirksames Mittel gegen die Wohnungsnot und die Altersarmut. Des Weiteren könnten mit dieser Maßnahme Spekulationen und Eigenbedarfskündigungen vermieden werden. Ein Beispiel für die Wirkung dieser Maßnahme: Bei einer Immobilie mit einem Wert von 500.000 Euro würden sich junge Menschen bei der Abschaffung der Grunderwerb-steuer insgesamt 17.500 Euro sparen. Zu bedenken sei, die Familien müssten ohnehin noch Notarkosten usw. entrichten.
Derzeit verbietet das Grunderwerbsteuergesetz des Bundes jedoch den Ländern die Einführung der entsprechenden Freibetragsregelung. Deshalb muss dafür die Bundesgesetzgebung geändert werden.
Claudia Köhler: “Erst lehnen die Regierungsparteien unseren Antrag ab mit fadenscheinigen Argumenten wie der Begünstigung des Erwerbs von Luxusimmobilien, zwei Wochen später sind sich die Regierungsparteien CSU/FW nicht zu schade nun einen ähnlichen Antrag zu stellen zur steuerlichen Entlastung beim erstmaligen Erwerb einer Immobilie. Dieses undemokratische Verhalten erbost mich jedesmal aufs Neue.
Trotzdem: Wir freuen uns, wenn die Regierungsfraktionen unsere Ideen aufgreifen.”
Die Förderung von Wohneigentum ist eine effektive Maßnahme gegen den Mangel an bezahlbarem Wohnraum und unterstützt insbesondere junge Familien, die von steigenden Zinsen und Baupreisen betroffen sind.
Antrag: Grunderwerbsteuerverzicht auf erste selbstgenutzte Wohnimmobilie




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