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Bay­ern braucht Abküh­lung — Staats­re­gie­rung erhöht Mit­tel nach Dring­lich­keits­an­trag der Grünen

Extre­me Hit­ze kann für älte­re Men­schen, Schwan­ge­re, Kin­der und Men­schen, die Pfle­ge brau­chen, lebens­ge­fähr­lich werden.

Mit ihrem Dring­lich­keits­an­trag „Bay­ern braucht Abküh­lung – Schnel­le Hil­fe für beson­ders gefähr­de­te Men­schen“ for­der­ten die Land­tags-Grü­nen in der letz­ten Ple­nar­sit­zung vor den Som­mer­fe­ri­en Kli­ma­an­la­gen auf Rezept, Hit­ze­schutz für Schu­len und Kitas, Kühl­de­cken, Kühl­wes­ten und Kli­ma­an­la­gen für Kli­ni­ken und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen. Der Frei­staat soll dafür zunächst 20.000 Gerä­te zen­tral beschaf­fen. Die Hit­ze­wel­len die­ses Som­mers und die Zah­len der hit­ze­be­ding­ten Todes­fäl­le und Erkran­kun­gen haben erneut gezeigt, dass drin­gend und schnell gehan­delt wer­den muss.

Nun, kei­ne zwei Wochen spä­ter, ein Teil­erfolg: Die Staats­re­gie­rung hat ange­kün­digt, Kli­ma­an­la­gen in öffent­li­chen Gebäu­den stär­ker zu för­dern. Man erhö­he die För­der­fä­hig­keit für Kli­ma­an­la­gen, bei­spiels­wei­se in Kran­ken­häu­sern, in Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, Kitas und Schu­len, sag­te der Minis­ter­prä­si­dent vor einer Kabi­netts­sit­zung auf der MS Starn­berg auf dem Starn­ber­ger See.

Uns Grü­nen ist wich­tig, eini­ge Sofort­maß­nah­men sofort umzu­set­zen, Älte­re, Kin­der und Kran­ke schnell und bes­ser vor Hit­ze zu schüt­zen, Pfle­ge­kräf­te mit Kühl­wes­ten aus­zu­stat­ten und Kli­ni­ken mit Kli­ma­an­la­gen zu ver­sor­gen. Dafür muss die Staats­re­gie­rung jetzt das Geld bereit­stel­len und die Arbei­ten bis zum nächs­ten Som­mer vor­an­brin­gen. Guter Hit­ze­schutz ret­tet Leben.

Die nöti­gen Mit­tel sol­len im Nach­trags­haus­halt 2027 berück­sich­tigt wer­den. Das Sofort­pro­gramm soll bis zum nächs­ten Som­mer greifen.

Wich­tig ist: Beim Hit­ze­schutz an Schu­len darf die Ver­ant­wor­tung nicht zwi­schen Frei­staat, Kom­mu­nen und Schul­lei­tun­gen hän­gen blei­ben. Der Frei­staat muss klar regeln, wer wel­che Kos­ten trägt, und den Kom­mu­nen einen rechts­si­che­ren und unbü­ro­kra­ti­schen Zugriff auf För­der­mit­tel ermög­li­chen. Wo nötig, muss er dafür das Baye­ri­sche Schul­fi­nan­zie­rungs­ge­setz anpassen.

Clau­dia Köh­ler: “Nun ist zu hof­fen, dass auch wirk­lich vie­le Gerä­te schnell ange­schafft wer­den und sie nicht im För­der-Dschun­gel der Staats­re­gie­rung hän­gen blei­ben. Denn die nächs­te Hit­ze­wel­le kommt bestimmt!”

Selbst­ver­ständ­lich müs­sen wei­ter­hin auch län­ger­fris­ti­ge Maß­nah­men zum Kli­ma­schutz und zur Kli­ma­an­pas­sung auf den Weg gebracht wer­den. Hit­ze­schutz, Ver­schat­tung und küh­le Räu­me schon bei der Pla­nung und dem Bau öffent­li­cher Gebäu­de vor­zu­se­hen, Plät­ze zu ent­sie­geln, Was­ser- und Grün­flä­chen vor­zu­se­hen, bleibt wich­tig. Aber man­che vul­nerable Grup­pen kön­nen nicht mehr bis zur nächs­ten Hit­ze­wel­le war­ten und müs­sen sofort geschützt werden.

 

Dring­lich­keits­an­trag: Bay­ern braucht Abkühlung 

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