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„Wenn die Woh­nung zur Sau­na wird, dür­fen wir die Men­schen nicht alleinlassen.“

Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Clau­dia Köh­ler for­dert Sofort­pro­gramm für den Land­kreis Eichstätt

Extre­me Hit­ze ist längst auch im Land­kreis Eich­stätt ein erns­tes Gesund­heits­ri­si­ko – beson­ders für älte­re Men­schen, Schwan­ge­re, Kin­der und pfle­ge­be­dürf­ti­ge Men­schen. Mit einem Dring­lich­keits­an­trag for­dern die Land­tags-Grü­nen des­halb ein bay­ern­wei­tes Sofort­pro­gramm für bes­se­ren Hit­ze­schutz, das 20.000 mobi­le Kli­ma­an­la­gen und 200 Mio. Euro für Hit­ze­schutz in Schu­len, Kitas, Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen beinhaltet.

„Wenn die Woh­nung zur Sau­na wird, dür­fen wir die Men­schen nicht allein­las­sen. Hit­ze ist kein Luxus­pro­blem, son­dern kann lebens­ge­fähr­lich wer­den. Mit der Kli­ma­an­la­ge auf Rezept hel­fen wir gefähr­de­ten Men­schen unmit­tel­bar, zudem sor­gen wir mit mehr Schutz in Schu­len, Kitas, Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen bei den beson­ders belas­te­ten Grup­pen für direk­te und unbü­ro­kra­ti­sche Hil­fe. Aus dem gan­zen Land­kreis bekom­me ich Rück­mel­dun­gen zu den uner­träg­li­chen Lern‑, Arbeits- und Pfle­ge­be­din­gun­gen, hier müs­sen wir drin­gend han­deln. Hit­ze­schutz muss genau­so selbst­ver­ständ­lich wer­den wie Hoch­was­ser­schutz – er schützt Gesund­heit und ret­tet Leben.“, so Clau­dia Köh­ler, Betreu­ungs­ab­ge­ord­ne­te für den Land­kreis Eichstätt.

Das Sofort­pro­gramm umfasst drei zen­tra­le Maßnahmen:

  • 20.000 mobi­le Kli­ma­an­la­gen zum Aus­lei­hen für beson­ders gefähr­de­te Men­schen auf ärzt­li­che Ver­ord­nung. Dazu gehö­ren ins­be­son­de­re älte­re Men­schen, Per­so­nen in häus­li­cher Pfle­ge und Schwangere.
  • 100 Mil­lio­nen Euro für schnell wirk­sa­men Hit­ze­schutz in Schu­len und Kitas, unter ande­rem für Ver­schat­tung, Trink- und Abküh­lungs­an­ge­bo­te sowie mobi­le Kli­ma­ge­rä­te für beson­ders belas­te­te Räu­me. Mit­tel­fris­tig sol­len Schu­len und Kin­der­ta­ges­ein­rich­tun­gen eine effi­zi­en­te Wär­me- und Käl­te­tech­nik samt Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge erhalten.
  • 100 Mil­lio­nen Euro für Kran­ken­häu­ser und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen, um Pati­en­tin­nen, Pati­en­ten und Beschäf­tig­te mit Kühl­de­cken, Kühl­wes­ten und Kli­ma­an­la­gen bes­ser vor extre­mer Hit­ze zu schüt­zen. Damit sol­len rund 175.000 sta­tio­nä­re Plät­ze und etwa 100.000 Beschäf­tig­te bes­ser vor extre­mer Hit­ze geschützt werden.

„Gera­de in dicht bebau­ten Orten hei­zen sich Woh­nun­gen, Schul­hö­fe und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen im Som­mer enorm auf. Wir alle spü­ren das, aber gera­de für älte­re Men­schen, Fami­li­en mit klei­nen Kin­dern und Pfle­ge­be­dürf­ti­ge wird die Belas­tung jeden Som­mer stär­ker. Sie brau­chen jetzt ganz kon­kre­te Unter­stüt­zung – nicht erst in ein paar Jah­ren. Wir for­dern des­halb, die Mit­tel im Nach­trags­haus­halt 2027 bereit­zu­stel­len, damit die Maß­nah­men bereits bis zum nächs­ten Som­mer umge­setzt wer­den kön­nen.“ so die haus­halts­po­li­ti­sche Spre­che­rin Clau­dia Köhler.

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