Foto: Lukas Barth

Anfra­ge zum Ple­num: För­de­rung von Selbst­hil­fe­grup­pen für Inklu­si­on und Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­rung oder chro­ni­scher Krankheit

Ich fra­ge die Staatsregierung:

„Bezug­neh­mend auf Nr. 4.3 der „Richt­li­nie zur För­de­rung von Selbst­hil­fe­grup­pen für Inklu­si­on und Teil­ha­be von Men­schen mit Behin­de­rung oder chro­ni­scher Krank­heit“, wonach die Zuwen­dung je Selbst­hil­fe­grup­pe bis zu 400 Euro jähr­lich beträgt, fra­ge ich die Staats­re­gie­rung, für wel­che Zwe­cke wur­den die bewil­lig­ten För­der­mit­tel ver­wen­det (z.B. Grup­pen­ar­beit, Ver­an­stal­tun­gen, Fahr­ten und Aus­flü­ge, Raum­mie­ten, Maß­nah­men zur För­de­rung von Teil­ha­be und Inklu­si­on, sons­ti­ge Aus­ga­ben) und wel­che Eva­lu­ie­run­gen, Wir­kungs­ana­ly­sen, inter­nen Bewer­tun­gen oder sons­ti­gen Erkennt­nis­se lie­gen zur Wirk­sam­keit und Ziel­er­rei­chung der För­de­rung vor?“

 

Ant­wort durch das Staats­mi­nis­te­ri­um für Fami­lie, Arbeit und Soziales:

Die frei­wil­li­ge staat­li­che För­de­rung umfasst
— Bewir­tungs- und Ver­pfle­gungs­kos­ten bis zu 250 Euro je Grup­pe pro Kalenderjahr,
— Fahrt­kos­ten des Gruppenleiters/der Grup­pen­lei­te­rin oder Ver­tre­tung zu Gruppentreffen,
— Aus­ga­ben für gemein­sa­me Frei­zeit­ver­an­stal­tun­gen (auch Aus­flü­ge) zur Teil­ha­be am gesell­schaft­li­chen Leben (für gesund­heit­li­che Zwe­cke Abde­ckung durch Kran­ken­kas­sen) sowie
— Aus­ga­ben für eine vom Verband/Verein für die Grup­pe abge­schlos­se­ne Kfz-Rabattschutzversicherung.

Im Ver­gleich zur gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen­för­de­rung war zuletzt für weni­ge ver­blie­be­ne För­der­tat­be­stän­de ein im Ver­hält­nis sehr auf­wän­di­ges Ver­wal­tungs­ver­fah­ren durch­zu­füh­ren. Bear­bei­tungs­kos­ten sind auch bei Baga­tell­för­de­run­gen unab­hän­gig von der För­der­sum­me durch­aus hoch und nicht belie­big dis­po­ni­bel, da das Haus­halts­recht ent­spre­chen­de Vor­ga­ben bei Zuwen­dun­gen macht.

Die Wirk­sam­keit und Ziel­er­rei­chung ist bei der­ar­ti­gen Kleinst­för­de­run­gen schwer über­prüf­bar, da eine sys­te­ma­ti­sche Eva­lua­ti­on (Moni­to­ring, Kenn­zah­len, Gut­ach­ten) erneut Kos­ten ver­ur­sa­chen wür­den, die in kei­nem Ver­hält­nis zur För­der­sum­me ste­hen. Es erfolg­te eine stich­pro­ben­haf­te Erfolgs­kon­trol­le unter Zuhil­fe­nah­me der Aus­wer­tung der Antrags­da­ten und der Wider­rufs- und Rücknahmebescheide.

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