Fest der Begegnung auf dem Rathausplatz Unterhaching; Foto: privat

Hit­ze­ak­ti­ons­tag: „Jetzt pla­nen kann mor­gen Leben retten“

Anläss­lich des bun­des­wei­ten Hit­ze­ak­ti­ons­tags am 11. Juni for­dert die Land­tags­ab­ge­ord­ne­te aus dem Land­kreis Mün­chen Clau­dia Köh­ler deut­lich mehr Anstren­gun­gen, die Bevöl­ke­rung vor star­ker Hit­ze zu schützen:

„Extre­me Hit­ze ist längst kein Aus­nah­me­ereig­nis mehr. Hit­ze­wel­len dau­ern län­ger und wer­den inten­si­ver. Dadurch hei­zen sich Gebäu­de, Stra­ßen und ver­sie­gel­te Plät­ze immer stär­ker auf. Das ist eine Gefahr für vie­le Men­schen — beson­ders für älte­re Per­so­nen, Kin­der, Schwan­ge­re, Pfle­ge­be­dürf­ti­ge und Men­schen mit Vor­er­kran­kun­gen. Und wenn es in den Näch­ten kaum noch abkühlt, kann sich der Kör­per nur schwer erholen.“

Hit­ze gilt inzwi­schen als das größ­te kli­ma­be­ding­te Gesund­heits­ri­si­ko in Deutsch­land. Beson­ders gefähr­lich wird sie dann, wenn hohe Tem­pe­ra­tu­ren über meh­re­re Tage anhal­ten und die not­wen­di­ge nächt­li­che Abküh­lung aus­bleibt. Städ­te und Bal­lungs­räu­me sind durch ver­sie­gel­te Flä­chen und den Hit­ze­insel­ef­fekt beson­ders betroffen.

Köh­ler for­dert, bei allen Pla­nun­gen der Orts­ent­wick­lung die Vor­sor­ge gegen Über­hit­zung mit­zu­den­ken: „An hei­ßen Tagen erle­ben wir deut­lich, wie wich­tig schat­ten­spen­den­de Bäu­me, küh­len­de Grün­flä­chen und aus­rei­chend Trink­was­ser­an­ge­bo­te sind. Auf man­chen Rat­haus­plät­zen im Land­kreis hält man es an Som­mer­ta­gen kaum noch aus. Wir brau­chen küh­le Rück­zugs­or­te, die den Men­schen Schutz bie­ten, wenn ihre Woh­nun­gen über­hit­zen und kein Gar­ten in der Nähe ist. Hit­ze­schutz ist kein Luxus — er ist zen­tra­ler Teil der öffent­li­chen Gesund­heits­vor­sor­ge und ret­tet im Ernst­fall Leben.“

Köh­lers Kol­le­ge Patrick Friedl, Spre­cher für Kli­ma­an­pas­sung: „Von der Staats­re­gie­rung braucht es gera­de jetzt eine ver­läss­li­che und lang­fris­ti­ge Finan­zie­rung für Hit­ze­ak­ti­ons­plä­ne, Baum­pflan­zun­gen und Stadt­be­grü­nung, Ent­sie­ge­lung, Trink­was­ser­an­ge­bo­te, Ver­schat­tung und küh­le Rück­zugs­or­te. Wer hier zu wenig inves­tiert, setzt die Gesund­heit der Men­schen aufs Spiel.“

Köh­ler weist auf die umfas­sen­de Betrof­fen­heit der Men­schen im Land­kreis hin: „Schu­len, Kitas, Pfle­ge­ein­rich­tun­gen – unse­re Bildungs‑, Sozi­al- und Pfle­ge­ein­rich­tun­gen müs­sen in die Pla­nun­gen ver­bind­lich ein­ge­bun­den und aus­rei­chend finan­ziert wer­den, um beson­ders gefähr­de­te Men­schen wirk­sam vor den Fol­gen zuneh­men­der Hit­ze zu schützen.“

Die Abge­ord­ne­te, Kreis- und Gemein­de­rä­tin ver­weist auf posi­ti­ve Bei­spie­le, die nicht immer teu­er sein müssen:
„Vie­le Gemein­den gehen schon längst mit gutem Bei­spiel vor­an. Trink­was­ser­spen­der, Hin­wei­se auf küh­le Rück­zugs­or­te, Bäu­me an öffent­li­chen Plät­zen, Spiel­ge­rä­te aus Natur­ma­te­ria­li­en statt hei­ßem Metall, Was­ser­flä­chen und immer wie­der viel Grün geben Schutz und Luft zum Atmen.“

Am 11. Juni ist der bun­des­wei­te Hit­ze­ak­ti­ons­tag: www.hitzeaktionstag.de

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