Foto: Lukas Barth

Mei­ne Rede zum Haushaltsgesetz

Sehr geehr­ter Herr Prä­si­dent, lie­be Kol­le­gin­nen und Kollegen!

Der Finanz­mi­nis­ter hat heu­te früh gesagt, Haus­halts­de­bat­te ist immer das Glei­che. – Das soll­te es aber nicht sein; denn zum einen wer­den auch in Bay­ern die Pro­ble­me immer drän­gen­der – öffent­li­cher Nah­ver­kehr, Tan­ken, Hei­zen, Sanie­rungs­stau bei der Infra­struk­tur, Her­aus­for­de­run­gen bei der Bil­dung, die Lage unse­rer Kom­mu­nen –, zum ande­ren bie­ten die Steu­er­ein­nah­men und der Anteil des Son­der­ver­mö­gens vom Bund durch­aus Hand­lungs­op­tio­nen für eine trag­fä­hi­ge Zukunfts­po­li­tik. Aber das fin­det sich in die­sem Haus­halts­ent­wurf nicht, und das bräuch­te es so dringend.

Das Haus­halts­vo­lu­men steigt von über 79 Mil­li­ar­den Euro plus die knapp 5 Mil­li­ar­den Euro aus dem Son­der­ver­mö­gen des Bun­des. Das haben wir jetzt schon ein paar­mal gehört. Wir haben auch ein paar­mal gehört: viel zu schul­den­frei. Aber zur Wahr­heit gehört: Ohne die Kre­dit­auf­nah­me des Bun­des könn­ten Sie hier nichts Aus­ge­gli­che­nes vor­le­gen. Ins­ge­samt geht es um sehr viel Geld. Aber es wird damit lei­der viel zu wenig auf den Weg gebracht.

Gro­ße neue Pro­jek­te, neue Vor­ha­ben las­sen sich im Haus­halts­ent­wurf nicht fin­den. Sie wären aber wich­tig; denn mit die­sem Haus­halt und der Nut­zung des Anteils am Son­der­ver­mö­gen wird die Zusätz­lich­keit des Son­der­ver­mö­gens umgan­gen. Sie erin­nern sich: Die Idee die­ses Son­der­ver­mö­gens, das die Uni­on eigent­lich bis zwölf Stun­den nach der Bun­des­tags­wahl gar nicht woll­te, war, in die Infra­struk­tur in Deutsch­land zu inves­tie­ren, um sie wie­der fit zu machen. Zusätz­li­che Inves­ti­tio­nen in Infra­struk­tur, in Kli­ma­schutz, in Ver­tei­di­gung waren der eigent­li­che Grund für das Son­der­ver­mö­gen. Aber was ist in die­sem Haus­halt aus der Idee gewor­den? Die Lis­te der Inves­ti­tio­nen lässt durch­aus Zwei­fel auf­kom­men. Da ste­hen längst beschlos­se­ne Pro­jek­te, wie die TU in Nürn­berg. Sie hat­ten doch nicht ernst­haft vor, das zu stop­pen, wenn es kei­ne Bun­des­mit­tel gege­ben hätte? –

Bei der Was­ser­wirt­schaft wer­den die Bun­des­mit­tel zu 95 % zweck­ge­bun­den für den Hoch­was­ser­schutz aus­ge­ge­ben. Das ist noch nicht schlimm. Aber dafür wer­den die Mit­tel, die eh schon mick­rig waren, für die Was­ser­rah­men­richt­li­nie, für öko­lo­gi­sche Maß­nah­men her­aus­ge­stri­chen. Das ist fatal, weil wir unse­re Gewäs­ser sau­ber bekom­men müssen.

Bei den Staats­stra­ßen wird aus dem Bun­des­ver­mö­gen etwas genom­men und dafür aus dem nor­ma­len baye­ri­schen Haus­halt gestri­chen. So war das nicht gedacht! Das ist ein rie­si­ger Taschen­spie­ler­trick, wie er sich übri­gens im Bund auch schon abzeich­net. Das ist ganz fatal, die Mit­tel aus dem Son­der­ver­mö­gen in den Haus­halt hin­ein­zu­wurs­teln und eige­ne Mit­tel zu strei­chen. Die Zusätz­lich­keit, lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, lie­ber Herr Staats­mi­nis­ter, steht im Grund­ge­setz. Ohne die Zusätz­lich­keit wür­den wir näm­lich kein neu­es Ver­mö­gen schaf­fen, nicht für Bay­ern, nicht für Deutsch­land, son­dern aus­schließ­lich neue Schul­den für unse­re Kin­der. Das wäre fatal.

Wo bleibt der Sanie­rungs­plan für die baye­ri­sche Infra­struk­tur? Was soll erreicht wer­den? Wo ist der Bedarf am größ­ten? Was ist das Ziel für Stra­ße, Schie­ne, Hoch­schu­len, öffent­li­che Gebäu­de? – Kein Plan. Wir GRÜNE haben einen Plan vor­ge­legt für ech­te, zusätz­li­che Inves­ti­tio­nen aus dem Bun­des­geld für die Eisen­bahn, für die Schwimm­bad­sa­nie­run­gen, für unse­re Poli­zei­in­spek­tio­nen. Jede drit­te Poli­zei­in­spek­ti­on in Bay­ern ist sanie­rungs­be­dürf­tig. Aber die­sen Plan und die­se Anträ­ge leh­nen CSU und FREIE WÄHLER dann kate­go­risch ab. Damit ver­passt die Staats­re­gie­rung erneut eine Chan­ce für ech­te Zukunftspolitik.

Wir GRÜNE haben für die 16 Ein­zel­plä­ne, die Res­sorts, ins­ge­samt 129 kon­kre­te Ände­rungs­an­trä­ge ein­ge­bracht. Denn Bay­ern braucht ehr­li­che, neue Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur, in unse­re Kin­der, in unse­re Umwelt. Und das passt auch gut, weil die zwei Mil­li­ar­den Euro mehr, die bei uns hän­gen blei­ben wer­den aus die­ser Erb­schaft­steu­er­ein­nah­me, doch den Kin­dern zugu­te­kom­men und nicht für den nächs­ten Wahl­kampf gebun­kert wer­den sol­len. Aber nach der kurz­fris­ti­gen Rol­le rück­wärts beim Fami­li­en­geld wird jetzt sogar bei den Lehr­kräf­ten gespart. Wir hal­ten mit unse­rem Antrag auf 3.000 Lehr­kräf­te mehr dage­gen. Ges­tern hat die Minis­te­rin gesagt, stimmt ja gar nicht, es sind nicht 3.000 Lehr­kräf­te zu wenig, es sind bloß 1.000 zu wenig. – Aber auch wenn es nur 1.000 zu wenig wären: Ein Mora­to­ri­um, einen Stel­len­stopp in einer sol­chen Lage aus­zu­ru­fen, wenn auch noch zusätz­lich der Ganz­tags­an­spruch greift – wem fällt so etwas bit­te ein? Statt den Bil­dungs­be­reich zu stär­ken, ver­schärft der Minis­ter­prä­si­dent die Ver­sor­gungs­la­ge an den Schu­len, den Druck und die Last für unser Per­so­nal. Die Schü­ler­pro­gno­sen ken­nen wir seit Jah­ren. Die Kin­der sind bereits auf der Welt. Die hät­te man zäh­len kön­nen. Wie vie­le Schul­ba­ro­me­ter und Stu­di­en wol­len wir noch abwar­ten, bis die­se Staats­re­gie­rung die Jugend­so­zi­al­ar­beit an Schu­len auf soli­de finan­zi­el­le Bei­ne stellt? Ein Vier­tel der Kin­der ist psy­chisch belas­tet, die Ten­denz stei­gend. Da brin­gen der Minis­ter­prä­si­dent und Sie auch gera­de wie­der, Kol­le­ge Pohl, zusätz­li­che Ein­spa­run­gen im Bereich der Jugend­hil­fe ins Spiel. Kin­der und Jugend­li­che brau­chen mehr Unter­stüt­zung, nicht weniger!

Ein Sanie­rungs­stau an unse­ren Hoch­schu­len von min­des­tens 6 Mil­li­ar­den Euro: undich­te Hör­sä­le, che­mie­be­las­te­te Gebäu­de. Aber wenn wir dann einen Antrag stel­len auf 25 Mil­lio­nen Euro für wenigs­tens bes­se­ren Unter­halt, damit der Ver­fall nicht noch schnel­ler vor­wärts­geht, wird das groß­spu­rig abgelehnt.

Wir dis­ku­tie­ren viel über Hass im Netz, über Radi­ka­li­sie­rung, Des­in­for­ma­ti­on, pro­ble­ma­ti­sche Inhal­te, man­geln­de Kon­trol­le auf digi­ta­len Platt­for­men. Das ist eine schwie­ri­ge Auf­ga­be, kei­ne Fra­ge. Aber das Min­des­te ist doch, dass wir unse­re Lehr­kräf­te dar­auf vor­be­rei­ten und die Kin­der schüt­zen. Das muss in der Schu­le the­ma­ti­siert wer­den. Da kön­nen Sie heu­te nicht wie­der alle unse­re Ände­rungs­an­trä­ge dazu ableh­nen. Lei­der leh­nen die CSU und die FREIEN WÄHLER wei­ter­hin ein gesun­des Mit­tag­essen für alle Kin­der ein­fach ab. Das wür­de gera­de jetzt, wo es in der Kri­se eng wird, die Fami­li­en ent­las­ten und die hei­mi­schen Erzeu­ger stärken.

Lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, es kann doch nicht sein, dass in einem so rei­chen Land wie Bay­ern Kin­der hung­rig ler­nen, Unter­richt seit Jah­ren stän­dig aus­fällt und das Per­so­nal weit vor dem Ren­ten­al­ter nicht mehr kann! Damit sind wir bei den Kom­mu­nen, die das alles auf­fan­gen müs­sen und die doch aber schon längst mit dem Rücken zur Wand stehen.

Die gute Nach­richt für die Kom­mu­nen ist: Unse­re grü­ne For­de­rung, seit zwei Jah­ren, nach einer Kom­mu­nal­mil­li­ar­de wur­de end­lich umge­setzt: knapp 850 Mil­lio­nen Euro für die Kom­mu­nen. Dafür noch ein­mal dan­ke, dass Sie das end­lich auf­ge­nom­men haben! Aber das Defi­zit unse­rer Kom­mu­nen ist ja struk­tu­rell wei­ter­hin nicht gelöst. Die Staats­re­gie­rung ist über den Bun­des­rat mit­ver­ant­wort­lich. Die CSU ist in der Bun­des­re­gie­rung. Da müs­sen Sie die Wei­chen anders stel­len, damit das auf Dau­er trägt, weil genau­so wie das Son­der­ver­mö­gen wird es wahr­schein­lich auch die zusätz­li­chen Mit­tel von einer knap­pen Mil­li­ar­de für die Kom­mu­nen nicht jedes Jahr geben kön­nen. Des­we­gen braucht es eine struk­tu­rel­le Entlastung.

Wir müs­sen jetzt inves­tie­ren, lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen. Wir müs­sen jetzt inves­tie­ren, damit der Laden wie­der läuft, damit die Bür­ger und Bür­ge­rin­nen und unse­re Wirt­schaft mit moder­ner Infra­struk­tur arbei­ten kön­nen. Wer da noch län­ger zuschaut, der ver­teu­ert den All­tag, der ver­schiebt die Rech­nung auf die Kom­mu­nen und auf die nächs­ten Gene­ra­tio­nen und der ver­spielt Ver­trau­en in die öffent­li­che Hand. Rich­tig bit­ter sehen wir das gera­de beim The­ma Ener­gie und Umwelt­schutz. Das hat jetzt akut, gera­de aktu­ell, schon direk­te Fol­gen im Leben, im Geld­beu­tel der Leu­te. Jeder kann sehen, was man­geln­de Vor­sor­ge bedeu­tet, wie sehr wir abhän­gig von den Fos­si­len sind, wie lan­ge die CSU die tech­no­lo­gi­sche und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung güns­ti­ger, siche­rer Frei­heits­en­er­gien ver­schla­fen und blo­ckiert hat. Bei jeder Kri­se erneut, immer wie­der: nichts geändert.

Die Zeche zah­len jetzt die klei­nen Leu­te, die auf das Auto ange­wie­sen sind, bei denen auch im Jahr 2026 noch kein Bus und kei­ne Bahn fährt. Die Schie­ne haben die Staats­re­gie­rung und die CSU im Bund jahr­zehn­te­lang dem Ver­fall über­las­sen, den länd­li­chen Raum regel­recht abge­hängt. Die Zeche zah­len aber auch die, die ihren Arbeits­platz ver­lie­ren, weil das Poten­zi­al neu­er Tech­no­lo­gien, zum Bei­spiel die Fer­ti­gung erschwing­li­cher Elek­tro­au­tos, leicht­fer­tig Chi­na über­las­sen wurde.

Der Minis­ter­prä­si­dent lenkt dann ab, redet von Kern­ener­gie im klei­nen Stil, von Fusi­on, weckt Erwar­tun­gen, die kurz- und mit­tel­fris­tig gar nicht zu erfül­len sind. Er lenkt davon ab, dass er und die CSU die Chan­ce für Frei­heits­en­er­gien ver­patzt haben: Strom­tras­sen ver­hin­dert, Wind­kraft ver­hin­dert, PV-För­de­rung im Bund jetzt auch noch been­det und E‑Mobilität ver­schla­fen! Wis­sen Sie, Herr Staats­mi­nis­ter: Sie rufen hier her­ein, wäh­rend Sie am Han­dy spie­len und Brot­zeit machen. Aber aus rei­ner Ideo­lo­gie las­sen Sie die Leu­te mehr bezah­len für Fos­si­le unsi­che­rer Her­kunft. Das müs­sen Sie zur Kennt­nis neh­men. Da müs­sen Sie umsteuern.

Wir GRÜNE wol­len Bay­ern an der Spit­ze der tech­no­lo­gi­schen Ent­wick­lung sehen. Wir wol­len es wie­der dort hin­brin­gen und die Spit­zen­po­si­ti­on doch nicht ande­ren Kon­ti­nen­ten über­las­sen! Die Men­schen haben das längst kapiert, die Men­schen haben das längst begrif­fen. Aber unse­re Unter­neh­men brau­chen Pla­nungs­si­cher­heit. Die müs­sen wis­sen: Wo soll es hin­ge­hen? – Ich bit­te Sie wirk­lich: Steu­ern Sie wenigs­tens jetzt nach! Inves­tie­ren Sie in die Spei­cher! Inves­tie­ren Sie in die Lade­infra­struk­tur, in die Schie­ne, in die Geo­ther­mie! Unse­re Anträ­ge lie­gen vor. Wir las­sen heu­te nament­lich dazu abstimmen.

Und schüt­zen Sie end­lich unse­re Lebens­grund­la­gen! Hit­ze, Dür­ren, Sturz­flu­ten, Über­schwem­mun­gen – die Kli­ma­kri­se ist ohne Vor­sor­ge noch viel teu­rer als eh schon. Hal­ten Sie die­se Men­schen nicht län­ger hin. Unter­neh­men Sie etwas, und sor­gen Sie vor.

Der Clou in die­sem Jahr ist, dass der Finanz­mi­nis­ter in die­sem ach so knap­pen Haus­halt dann eine Frak­ti­ons­re­ser­ve bzw. eine Frak­ti­ons­in­itia­ti­ven-Samm­lung von sage und schrei­be 110 Mil­lio­nen Euro vor­ge­se­hen hat. Es gibt vie­le klein­tei­li­ge Ein­zel­pro­jek­te in den Stimm­krei­sen, und zwar aus­schließ­lich in den Stimm­krei­sen der CSU- und FREIE-WÄH­LER-Abge­ord­ne­ten – unter aus­drück­li­cher Umge­hung der eige­nen Richt­li­ni­en. Oft sind Dop­pel­för­de­run­gen und sogar För­de­run­gen für Ver­ei­ne, die es noch gar nicht gibt, der Fall.

Noch vor Beginn der Haus­halts­be­ra­tun­gen über­rei­chen dann Abge­ord­ne­te und sogar Staats­se­kre­tä­re Schecks und miss­ach­ten das Par­la­ment, das anschei­nend nur noch zur Show tagt. Ja, es war Wahl­kampf, lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen; aber damit erwei­sen Sie der Demo­kra­tie über­haupt kei­nen Dienst. In einer Pres­se­mit­tei­lung muss­te sogar nach­ge­bes­sert wer­den, weil in der Zei­tung stand, es han­de­le sich um eine Spen­de der CSU und der FREIEN WÄHLER. So kommt das an. Es geht um Sta­tu­en, Kir­chen­or­geln, einen neu­en Opern­ball für Herrn Söder für eine hal­be Mil­li­on Euro, Lese­pro­gram­me, Pau­sen­hö­fe, Kir­chen, Gär­ten, Fas­sa­den, Muse­en, Erwach­se­nen­bil­dung und Kul­tur­pro­jek­te. Das ist alles schön; aber alles fin­det punk­tu­ell in jeweils einer Gemein­de statt. Wenn über­haupt, dann brau­chen das alle Kom­mu­nen in Bay­ern, dann muss das jeder bean­tra­gen dür­fen. Das wäre gerecht. Machen Sie sich die Mühe. Brin­gen Sie eine För­de­rung, die alle bean­tra­gen kön­nen, auf den Weg, anstatt ein­zel­ne Geld­ge­schen­ke so unge­recht und will­kür­lich zu verteilen.

Lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, im Aus­schuss haben wir höf­lich und sach­lich gespro­chen.– Sie waren doch alle gar nicht bei mir im Aus­schuss. Wor­über lachen Sie denn so? Wir haben höf­lich gespro­chen. Das geht mit Ihren Kollegen.

Lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, das set­ze ich vor­aus. Das soll­te eigent­lich selbst­ver­ständ­lich sein. Wir GRÜNE haben den Anträ­gen, die in der Sache pas­sen, selbst­ver­ständ­lich zuge­stimmt. Das tun wir immer. Wir haben aber oft von Ihnen gehört: Das ist ein wich­ti­ges The­ma. In der Sache gebe ich Ihnen recht. – Ich wür­de mir wün­schen, dass sich CSU und FREIE WÄHLER ein­mal einen Ruck geben und bei aner­kannt drin­gen­den The­men zustim­men oder wenigs­tens ein Kom­pro­miss zustan­de kommt.

Lie­be Kolleg:innen, die Men­schen in Bay­ern erwar­ten von uns Lösun­gen für die Her­aus­for­de­run­gen, und zwar bald. Dafür sind wir alle gewählt wor­den. Sie wer­den wei­ter­hin pau­schal alle Anträ­ge ableh­nen. Das geht so nicht. Damit ver­kom­men die Haus­halts­be­ra­tun­gen zu einer rei­nen For­ma­li­tät. Die­se Mini-Ände­rungs­vor­schlä­ge der Regie­rungs­frak­tio­nen wer­den alle ange­nom­men, und die Ände­rungs­an­trä­ge der Oppo­si­ti­on wer­den alle abge­lehnt. Das Ergeb­nis der Haus­halts­be­ra­tun­gen steht schon fest, bevor der Land­tag sei­ne Arbeit über­haupt auf­nimmt.

Machen Sie sich ehr­lich. Sie haben sich mit der Ankün­di­gung von Initia­ti­ven und den vie­len Wahl­ge­schen­ken seit dem Jahr 2018 über­nom­men. Des­we­gen wird es jetzt in man­chen Berei­chen bru­tal. Das zei­gen die Schrei­ben der Wohl­fahrts­ver­bän­de, der Schu­len, der Leh­rer und der Beam­ten. Unis und Stu­den­ten­wohn­hei­me ver­gam­meln, Jugend­her­ber­gen und Schwimm­bä­der schlie­ßen, die Infra­struk­tur bröckelt.

Sehr geehr­te Kol­le­gen, machen Sie sich end­lich ehr­lich, und len­ken Sie nicht län­ger ab. Den­ken Sie an die Men­schen und nicht nur an Ihren Macht­er­halt. Gehen Sie die ech­ten The­men end­lich an – ohne Mogeln und im demo­kra­ti­schen Schul­ter­schluss; denn die Aus­ga­ben von heu­te ent­schei­den über unser Bay­ern von morgen.

 

Mei­ne voll­stän­di­ge Rede als Video:

Hier eine Aus­wahl der nament­li­chen Abstim­mun­gen zu unse­ren Anträgen:
Nament­li­che Abstim­mung 22.04.2026 Geothermie
Nament­li­che Abstim­mung 22.04.2026 Frei­wil­li­ges Handwerksjahr
Nament­li­che Abstim­mung 22.04.2026 Ladeinfrastruktur
Nament­li­che Abstim­mung am 22.04.2026 Igelschutz
Nament­li­che Abstim­mung am 22.04.2026 Kom­mu­na­ler Kli­ma­schutz und Klimaanpassung
Nament­li­che Abstim­mung am 22.04.2026 zusätz­li­che Lehr­kräf­te an Schulen

 

Medi­en­echo:

Mög­lich durch Erb­schafts­steu­er? Freie Kita und Auto-Bran­che ret­ten — SPD und Grü­ne erklä­ren Plä­ne — infranken

Beschlos­se­ne Sache! — PressReader/ Abendzeitung

Bay­ern-Haus­halt fix: Inves­ti­tio­nen und Kür­zun­gen, Lob und Kri­tik — BR

Die schwar­ze Null im Etat steht — Schul­den­frei ist Bay­ern aber nicht — SZ

Nach Schlag­ab­tausch: Land­tag beschließt Dop­pel­haus­halt — Baye­ri­sche Staatszeitung

Har­te Ein­schnit­te für Eltern: Bay­ern beschließt Mil­li­ar­den­haus­halt — “Taschen­spie­ler­trick” — MM

168,5 Mil­li­ar­den: Land­tag beschließt Haus­halt — SZ

Emp­find­li­che Ein­schnit­te in Bay­ern: Eltern ver­lie­ren gleich drei Leis­tun­gen auf ein­mal — TZ 

Verwandte Artikel