Foto: Rolf Poss

Ein Erfolg für die Frau­en in Bay­ern: Gewalt­hil­fe­ge­setz kommt bis spä­tes­tens Mit­te Juli

Dring­lich­keits­an­trag der Land­tags-Grü­nen “Frau­en schüt­zen und Leben ret­ten: das Gewalt­hil­fe­ge­setz in Bay­ern recht­zei­tig umsetzen!”
im Sozi­al­aus­schuss beschlos­sen. Das Lan­des­aus­füh­rungs­ge­setz zum Gewalt­hil­fe­ge­setz muss bis spä­tes­tens Mit­te Juli vor­ge­legt wer­den.
  

Jetzt kommt Bewe­gung in den Gewalt­schutz in Bay­ern: Der Dring­lich­keits­an­trag der Grü­nen Land­tags­frak­ti­on „Frau­en schüt­zen und Leben ret­ten: das Gewalt­hil­fe­ge­setz in Bay­ern recht­zei­tig umset­zen!“ wur­de heu­te im Aus­schuss für Arbeit und Sozia­les, Jugend und Fami­lie mit Stim­men von CSU und Frei­en Wäh­lern beschlos­sen. Damit wird die Baye­ri­sche Staats­re­gie­rung ver­pflich­tet, spä­tes­tens bis zum 16. Juli 2026 einen Ent­wurf für das not­wen­di­ge Lan­des­aus­füh­rungs­ge­setz zur Umset­zung des Geset­zes zur Siche­rung des Zugangs zu Schutz und Bera­tung bei geschlechts­spe­zi­fi­scher und häus­li­cher Gewalt (Gewalt­hil­fe­ge­setz – GewHG) vorzulegen.

Julia Post, Spre­che­rin für Frau­en der Land­tags-Grü­nen, erklärt:

“Das ist ein Rie­sen­er­folg für den Gewalt­schutz in Bay­ern und ich freue mich ehr­lich, dass wir das heu­te erreicht haben. Gera­de mit Blick auf die aktu­el­le Debat­te zu digi­ta­ler Gewalt ist das ein kla­res Signal, dass der Gewalt­schutz für Frau­en und Kin­der über­par­tei­lich vor­an­ge­trie­ben wer­den kann. Das macht Hoff­nung für wei­te­re not­wen­di­ge Verbesserungen.
Bis Mit­te Juli muss die Staats­re­gie­rung nun lie­fern. Das ist noch kei­ne voll­stän­di­ge Pla­nungs­si­cher­heit, aber der ent­schei­den­de Schritt dort­hin – für Trä­ger, für Mit­ar­bei­ten­de und vor allem für Frau­en und Kin­der, die auf schnel­len Schutz ange­wie­sen sind.”

Hin­ter­grund ist der bis­lang unzu­rei­chen­de Stand bei der Umset­zung des Bun­des­ge­walt­hil­fe­ge­set­zes in Bay­ern. Noch am 12. März konn­te das zustän­di­ge Minis­te­ri­um im Aus­schuss weder kon­kre­te Inhal­te noch einen ver­läss­li­chen Zeit­plan oder eine gesi­cher­te Finan­zie­rung vor­le­gen – obwohl das Gesetz ab dem 1. Janu­ar 2027 grei­fen soll.

Hin­ter­grund-Infor­ma­ti­on:
Die Trä­ger­land­schaft stemmt die Gewalt­schutz­struk­tur in Bay­ern – und sie braucht so schnell wie mög­lich Klar­heit über die zukünf­ti­gen Rah­men­be­din­gun­gen. Die­se kön­nen jedoch erst im Rah­men der ange­kün­dig­ten Ver­ord­nung fest­ge­legt wer­den, nach­dem das Lan­des­aus­füh­rungs­ge­setz vom Land­tag ver­ab­schie­det wur­de. Wird die­ses Ver­fah­ren nicht recht­zei­tig, spä­tes­tens bis Ende 2026 abge­schlos­sen, dro­hen gra­vie­ren­de Fol­gen: Trä­ger könn­ten gezwun­gen sein, drin­gend benö­tig­tes und gut aus­ge­bil­de­tes Per­so­nal abzu­bau­en und ihre Ange­bo­te für gewalt­be­trof­fe­ne Frau­en und Kin­der ein­zu­schrän­ken oder im schlimms­ten Fall ganz einzustellen.

Der Antrag: Gewalt­hil­fe­ge­setz

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