FRM II Foto: Maria Schmalfuß Wikipedia

Bei­trag in ein­fa­cher Spra­che: For­schungs-reak­tor FRM II in Garching

Der For­schungs-Reak­tor FRM II kann noch nicht wie­der starten

Die Situa­ti­on ist wei­ter unklar

Der For­schungs-Reak­tor FRM II steht seit 7 Jah­ren still.
Ein For­schungs-Reak­tor ist eine Anla­ge für wis­sen­schaft­li­che Versuche.
Nie­mand weiß genau, wann der Reak­tor wie­der arbei­ten kann.
Clau­dia Köh­ler hat des­halb im  Baye­ri­schen Minis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kunst nachgefragt.

Im Dezem­ber gab es noch Hoffnung

Anfang Dezem­ber 2025 gab es ein Tref­fen mit den Nut­zern des Reaktors.
Pro­fes­sor Chris­toph Pflei­der war dort optimistisch.
Er kün­dig­te die letz­ten Tests für einen neu­en Zen­tral-Kanal an.
Der Zen­tral-Kanal ist ein wich­ti­ges Teil im Reaktor.
Die Fir­ma hat den Auf­trag für die­ses Teil vor fast 14 Jah­ren bekommen.
Pro­fes­sor Tom­my Nylan­der vom Nut­zer-Komi­tee sagte:
Der FRM II wird bald wie­der arbeiten.

Das Minis­te­ri­um gibt eine ande­re Antwort

Das Wis­sen­schafts-Minis­te­ri­um sagt aber etwas anderes.
Die Ant­wort ist sehr kurz:
Die Fir­men haben den neu­en Zen­tral-Kanal noch nicht geliefert.
Nach der Lie­fe­rung dau­ert der Ein­bau noch 6 Monate.

Clau­dia Köh­ler ist besorgt

Clau­dia Köh­ler fin­det die Ant­wort vom Minis­te­ri­um sehr dünn.
Sie sagt: Die Ant­wort ist mehr als verwirrend.
Sie wis­sen nicht, ob der Reak­tor die­ses Jahr noch star­ten wird.
Der Reak­tor kos­tet sehr viel Geld.
Er wird lang­sam zu einem Millionen-Grab.

Der Feh­ler wur­de vor genau 6 Jah­ren entdeckt

Clau­dia Köh­ler erin­nert an ein wich­ti­ges Datum.
Heu­te vor genau 6 Jah­ren war der 26. März 2020.
An die­sem Tag hat man den Feh­ler entdeckt.
Der Feh­ler hat zum Still­stand des Reak­tors geführt.
Die Mit­ar­bei­ter haben Rei­ni­gungs-Arbei­ten gemacht.
Dabei haben sie einen CO2-Fil­ter nicht angeschlossen.
Der CO2-Fil­ter ist ein Gerät zum Fil­tern von Luft.
Des­halb ist ein radio­ak­ti­ver Stoff in die Luft gekommen.
Der Stoff heißt C14.
Die Mit­ar­bei­ter haben die Rei­ni­gungs-Arbei­ten wei­ter gemacht.
Dann war der Jah­res-Grenz­wert überschritten.
Der Jah­res-Grenz­wert sagt: So viel radio­ak­ti­ver Stoff darf höchs­tens in die Luft kommen.

Die Öffent­lich­keit wur­de erst spä­ter informiert

Die Öffent­lich­keit hat erst im Mai 2020 von dem Unfall erfahren.
Die Behör­den haben den Unfall als Eilt-Mel­dung bekannt gegeben.
Eine Eilt-Mel­dung bedeu­tet: Der Vor­fall ist wichtig.
Spä­ter haben die Behör­den den Unfall höher eingestuft.
Sie haben ihm die INES Stu­fe 1 gegeben.
INES ist eine Ska­la für nuklea­re Ereignisse.
Das ist das ein­zi­ge Ereig­nis bei einem deut­schen For­schungs-Reak­tor mit die­ser Einstufung.
Kein ande­rer deut­scher For­schungs-Reak­tor hat­te einen Unfall mit Eilt-Mel­dung und INES Stu­fe 1.

Unse­re Anfra­ge (lei­der nicht in leich­ter Spra­che):  Zen­tral­ka­nal FRM II

sie­he auch:

Anfra­ge zum Ple­num: „Pro­duk­ti­on neu­er Zen­tral­ka­nal für FRM II

 

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