Der Forschungs-Reaktor FRM II kann noch nicht wieder starten
Die Situation ist weiter unklar
Der Forschungs-Reaktor FRM II steht seit 7 Jahren still.
Ein Forschungs-Reaktor ist eine Anlage für wissenschaftliche Versuche.
Niemand weiß genau, wann der Reaktor wieder arbeiten kann.
Claudia Köhler hat deshalb im Bayerischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst nachgefragt.
Im Dezember gab es noch Hoffnung
Anfang Dezember 2025 gab es ein Treffen mit den Nutzern des Reaktors.
Professor Christoph Pfleider war dort optimistisch.
Er kündigte die letzten Tests für einen neuen Zentral-Kanal an.
Der Zentral-Kanal ist ein wichtiges Teil im Reaktor.
Die Firma hat den Auftrag für dieses Teil vor fast 14 Jahren bekommen.
Professor Tommy Nylander vom Nutzer-Komitee sagte:
Der FRM II wird bald wieder arbeiten.
Das Ministerium gibt eine andere Antwort
Das Wissenschafts-Ministerium sagt aber etwas anderes.
Die Antwort ist sehr kurz:
Die Firmen haben den neuen Zentral-Kanal noch nicht geliefert.
Nach der Lieferung dauert der Einbau noch 6 Monate.
Claudia Köhler ist besorgt
Claudia Köhler findet die Antwort vom Ministerium sehr dünn.
Sie sagt: Die Antwort ist mehr als verwirrend.
Sie wissen nicht, ob der Reaktor dieses Jahr noch starten wird.
Der Reaktor kostet sehr viel Geld.
Er wird langsam zu einem Millionen-Grab.
Der Fehler wurde vor genau 6 Jahren entdeckt
Claudia Köhler erinnert an ein wichtiges Datum.
Heute vor genau 6 Jahren war der 26. März 2020.
An diesem Tag hat man den Fehler entdeckt.
Der Fehler hat zum Stillstand des Reaktors geführt.
Die Mitarbeiter haben Reinigungs-Arbeiten gemacht.
Dabei haben sie einen CO2-Filter nicht angeschlossen.
Der CO2-Filter ist ein Gerät zum Filtern von Luft.
Deshalb ist ein radioaktiver Stoff in die Luft gekommen.
Der Stoff heißt C14.
Die Mitarbeiter haben die Reinigungs-Arbeiten weiter gemacht.
Dann war der Jahres-Grenzwert überschritten.
Der Jahres-Grenzwert sagt: So viel radioaktiver Stoff darf höchstens in die Luft kommen.
Die Öffentlichkeit wurde erst später informiert
Die Öffentlichkeit hat erst im Mai 2020 von dem Unfall erfahren.
Die Behörden haben den Unfall als Eilt-Meldung bekannt gegeben.
Eine Eilt-Meldung bedeutet: Der Vorfall ist wichtig.
Später haben die Behörden den Unfall höher eingestuft.
Sie haben ihm die INES Stufe 1 gegeben.
INES ist eine Skala für nukleare Ereignisse.
Das ist das einzige Ereignis bei einem deutschen Forschungs-Reaktor mit dieser Einstufung.
Kein anderer deutscher Forschungs-Reaktor hatte einen Unfall mit Eilt-Meldung und INES Stufe 1.
Unsere Anfrage (leider nicht in leichter Sprache): Zentralkanal FRM II
siehe auch:
Anfrage zum Plenum: „Produktion neuer Zentralkanal für FRM II




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