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Bil­dung geht vor!

Köh­ler und Dr. Büch­ler for­dern fai­re Finan­zie­rung für freie Schu­len im Land­kreis München

Im Land­kreis Mün­chen gibt es zahl­rei­che Freie Schu­len, u.a. die Montesso­ri-Schu­len in Hohen­brunn, Neu­bi­berg und Unter­schleiß­heim und die Freie Wal­dorf­schu­le in Isma­ning.

Die Abge­ord­ne­ten der Grü­nen im Land­kreis Mün­chen Clau­dia Köh­ler und Dr. Büch­ler for­dern jedoch eine bes­se­re Finan­zie­rung, vor allem für das Pro­fil „Inklu­si­on“. Wäh­rend staat­li­che Schu­len für das Pro­fil „Inklu­si­on“ zusätz­li­che Leh­rer­stel­len erhal­ten, gehen pri­va­te Grund- und Mit­tel­schu­len bis­lang leer aus.

Köh­ler und Büch­ler haben daher zu den anste­hen­den Haus­halts­be­ra­tun­gen im Land­tag einen Antrag (s.u.) auf Auf­sto­ckung der Mit­tel für Stel­len gestellt:

„Wer Inklu­si­on leis­tet, muss auch die ent­spre­chen­den Res­sour­cen erhal­ten – egal ob staat­li­che Schu­le oder Freie. Gera­de die Frei­en Schu­len haben zu gelin­gen­der Inklu­si­on vor­bild­li­che Kon­zep­te und Erfol­ge vor­zu­wei­sen“, so Köh­ler und Dr. Büch­ler. „Inklu­si­on ist eine Gemein­schafts­auf­ga­be. Es ist nicht hin­nehm­bar, dass Kin­der mit För­der­be­darf an Schu­len in frei­er Trä­ger­schaft für den Staat weni­ger wert sind als an staat­li­chen Schulen.“

Anke Lun­e­mann, Zwei­te Bür­ger­meis­te­rin in Hohen­brunn war 10 Jah­re Vor­stands­vor­sit­zen­de der Montesso­ri­schu­le in Hohen­brunn und bestä­tigt: „In unse­rem Land­kreis Mün­chen leis­ten Schu­len in frei­er Trä­ger­schaft wich­ti­ge Arbeit für ein inklu­si­ves Bil­dungs­sys­tem. Dass sie die zusätz­li­chen Kos­ten für Inklu­si­on häu­fig aus eige­ner Kraft oder über Schul­gel­der stem­men müs­sen, ist schlicht unfair und bringt die Schu­len in Schwierigkeiten.“

Die Fak­ten: 23 Stun­den gegen Null
Staat­li­che Grund­schu­len erhal­ten mit dem Pro­fil „Inklu­si­on“ bis zu 23 zusätz­li­che Leh­rer­wo­chen­stun­den für die För­de­rung. Pri­va­ten Schu­len wird die­ses Pro­fil und damit das zusätz­li­che Per­so­nal bis­lang nicht gewährt. Das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um argu­men­tiert, Inklu­si­on sei bereits in der all­ge­mei­nen Finan­zie­rungs­pau­scha­le für staat­lich aner­kann­te bzw. staat­lich geneh­mig­te Ersatz­schu­len enthalten.

Aus Sicht der Grü­nen greift die­se Argu­men­ta­ti­on zu kurz. „Das ist ein haus­halts­po­li­ti­scher Trick“, erklä­ren Köh­ler und Dr. Büch­ler. „Die Rea­li­tät in den Klas­sen­zim­mern hat sich längst ver­än­dert. Vie­le Schu­len frei­er Trä­ger leis­ten einen gro­ßen Bei­trag zur Inklu­si­on. Die der­zei­ti­ge Pau­scha­le bil­det die­sen Mehr­auf­wand nicht ab. Wer Inklu­si­on ernst meint, darf die frei­en Trä­ger nicht finan­zi­ell aus­blu­ten lassen.“

Die Grü­ne Lösung: 10,1 Mil­lio­nen Euro für mehr Lehrerstunden
Die Land­tags-Grü­nen schla­gen daher vor, die gesetz­li­che Pau­scha­le für freie Grund- und Mit­tel­schu­len sys­tem­ge­recht anzu­he­ben. Jede die­ser Schu­len soll rech­ne­risch 14 zusätz­li­che Leh­rer­wo­chen­stun­den erhal­ten. Dafür wären bay­ern­weit rund 10,1 Mil­lio­nen Euro zusätz­lich im Haus­halt vor­ge­se­hen, um Inklu­si­on vor Ort bes­ser zu unterstützen.

BUENDNIS90-DIEGRUENEN_AntragID_209105_12-02–2026_Inklusion_Nr_15

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