Es war ein Wiedersehen mit Erfolgsgarantie: Zum zweiten Mal besuchten Vertreter von Bündnis 90/Die Grünen das Sanierungsprojekt des Jurahaus-Vereins in Mörnsheim. Wo beim ersten Besuch im Jahr 2022 noch massive statische Mängel das Bild prägten, zeigt sich heute ein Musterbeispiel für gelungenen Denkmalschutz.
- Politischer Einsatz zahlt sich aus
Die Landtagsabgeordnete Claudia Köhler erinnerte sich gut an den Startschuss vor sechs Jahren. Gemeinsam mit der Bundestagsabgeordneten Jamila Schäfer hatte sie sich massiv dafür eingesetzt, Bundesmittel für den Denkmalschutz in den Landkreis Eichstätt zu lenken. Mit Erfolg: Rund eine Million Euro Fördermittel flossen in das Projekt.
„Es freut uns sehr, dass wir auch als Betreuungsabgeordnete durch unseren guten Kontakt zu den Kreistagsmitgliedern immer wieder solche Projekte auf Bundes- und Landesebene einbringen können“, betonte Claudia Köhler während der Besichtigung.
- Regionales Handwerk im Fokus
Besonders dankbar zeigten sich die Beteiligten – darunter die Landratskandidatin Simone Zink, Kreisrat Manfred Muthig, Kreisrat Alexander Preiss und Joachim Preiss (Kandidat für den Gemeinderat Mörnsheim) – über die wirtschaftlichen Nebeneffekte. Die Sanierung war eine Bühne für das heimische Handwerk: Spezialisierte Fachbetriebe konnten ihre Expertise bei der statischen Sicherung und der Verlegung der Solnhofener Platten einbringen.
- Landratskandidatin Simone Zink unterstrich die Bedeutung für die Region:
„Der Landkreis selbst befürwortet solche Sanierungen stark, denn Jurahäuser sind Teil der DNA im Altmühltal. Mit dem Jurahaus-Programm schaffen wir kleine Anreizstrukturen, wissen aber auch gleichzeitig, dass es ohne die Bundes- oder Landesmittel nicht funktionieren kann.“
- Ein Kraftakt der Statik und barocker Glanz
Der Architekt Herr Heiek und der Vereinsvorstand (Frau Martiny, Herr Pfättisch) erläuterten den Gästen die technischen Hürden. Dass die Gebäude, deren Wände sich teils nur noch gegenseitig stützten, heute wieder sicher stehen, grenzt an eine Meisterleistung der Zimmerer.
Dank kluger Budgetplanung ist sogar die Wiederherstellung der barocken Fassade gesichert. Einzig die Fenster lassen aufgrund der Lieferzeiten für historisch passende Beschläge noch auf sich warten. Ein Blick von der Südseite zeigt jedoch schon jetzt das fertige Prachtstück: Das helle Solnhofener Plattendach korrespondiert malerisch mit dem „Blauen Berg“ im Hintergrund – ein Denkmal, das für die Zukunft gerüstet ist.
- Vorderseite des Mörnsheimer Jurahaus
- v.l. Simone Zink, Rückseite des Jurahaus’: Claudia Köhler, Agnes Martiny, Stefan Pfättisch
- Agnes Martiny erklärt Simone Zink und Claudia Köhler die Besonderheiten im Jurahaus







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