Foto: Team Köhler

Kom­mu­nal­mil­li­ar­de und Inves­ti­ti­ons­pa­ket kommen

Deut­lich mehr Mit­tel für die Kom­mu­nen im Land­kreis Rosenheim
Köh­ler und Kurz: End­lich Grü­ne For­de­run­gen erfüllt 

Über 83 Mio. € Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen gehen in den Land­kreis Rosenheim

Einen Geld­se­gen vor Weih­nach­ten ver­mel­den die bei­den Grü­nen Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Clau­dia Köh­ler und San­ne Kurz.

„End­lich kommt die Kom­mu­nal­mil­li­ar­de, die wir seit 2 Jah­ren for­dern“, so die Haus­halts­po­li­ti­ke­rin Köh­ler. „Das war super­ei­lig, denn Bay­erns Kom­mu­nen ste­hen mit dem Rücken zur Wand, wäh­rend die Staats­re­gie­rung jah­re­lang auf einer fet­ten Rück­la­ge geses­sen ist. Damit steht jetzt end­lich mehr Geld für die Schüs­sel­zu­wei­sun­gen zur Ver­fü­gung und der Anteil am all­ge­mei­nen Steu­er­ver­bund steigt.“

Aus dem Land­kreis Rosen­heim erhal­ten in die­sem Jahr 34 Gemein­den eine Schlüs­sel­zu­wei­sung zur Ver­bes­se­rung der finan­zi­el­len Lage. Ins­ge­samt gehen über 32,3 Mio. Euro direkt an die Gemein­den in den Land­kreis Rosen­heim, 51 Mio. Euro erhält der Land­kreis Rosenheim.

Für ganz Bay­ern ste­hen in die­sem Jahr an Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen 4,98 Mrd. € zur Verfügung.

Die Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen sol­len die Steu­er­ein­nah­men der Gemein­den und die Umla­ge­ein­nah­men der Land­krei­se auf­ga­ben­ge­recht ergän­zen und einen gewis­sen Aus­gleich für “arme” und “rei­che” Kom­mu­nen schaffen.

„Auch die frei ver­füg­ba­ren Mit­tel aus dem Steu­er­ver­bund stei­gen auf 13,3%, damit die Kom­mu­nen unbü­ro­kra­tisch selbst ent­schei­den kön­nen, wel­che Leis­tun­gen gera­de am not­wen­digs­ten sind“, so Köh­ler. „Die Auf­ga­ben, die die Kom­mu­nen erbrin­gen müs­sen, wer­den stän­dig mehr, die Erstat­tun­gen durch das Land stei­gen nicht im glei­chen Maß. Für die Kom­mu­nen ist das nicht mehr zu stem­men, die Finan­zie­rungs­lü­cken der Gemein­den und Land­krei­se wer­den immer grö­ßer. Das zwingt Kreis­tags- und Gemein­de­rats­gre­mi­en, die Prio­ri­tä­ten bei den Pflicht­auf­ga­ben zu set­zen und bei wich­ti­gen, sog. „frei­wil­li­gen Auf­ga­ben“ wie Kul­tur, Ehren­amt­li­che, Ver­ei­ne, aber auch Wär­me­net­ze oder Kli­ma­an­pas­sung zu kür­zen. Fatal für das Ver­trau­en in die öffent­li­che Hand.“

Zusätz­lich zu den Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen erhal­ten die Städ­te und Gemein­den für 2026 3,9 Mrd. € aus dem kom­mu­na­len Anteil am Son­der­ver­mö­gen des Bundes.

Der Land­kreis Rosen­heim pro­fi­tiert von die­sem Paket allein mit 11.406.352 €, die Gemein­den und Städ­te im Land­kreis zusam­men in Höhe von insg. 32.508.104 €.

Dafür haben sich vor allem die Grü­nen auf Bun­des- und Lan­des­ebe­ne eingesetzt.

1,9 Mrd. € sind zweck­ge­bun­den unter ande­rem zur För­de­rung von Schul­bau­ten, Woh­nungs­bau und Breit­band­aus­bau. Ins­ge­samt 2 Mrd. € ste­hen 2026 für baye­ri­sche Kom­mu­nen als freie Inves­ti­ti­ons­mit­tel zur Ver­fü­gung. Die Mit­tel wer­den pro Kopf und nach der Finanz­kraft der ein­zel­nen Städ­te und Gemein­den berech­net.  Die Kom­mu­nen kön­nen mit die­sem Geld nach eige­nem Ermes­sen drin­gend not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen in ihre Infra­struk­tur finanzieren.

„Das war höchs­te Zeit“, so Kurz, „denn der Sanie­rungs­stau in Bay­ern ist mit min­des­tens 20 Mrd. € gewal­tig. Die­ses Inves­ti­ti­ons­pa­ket wur­de unter der Ampel-Regie­rung von der Uni­on noch hef­tigst bekämpft, kurz nach der Wahl wur­de es ermög­licht und konn­te durch das beson­ne­ne Ver­hal­ten der demo­kra­ti­schen Oppo­si­ti­on ver­ab­schie­det wer­den. Es soll mit kraft­vol­len Inves­ti­tio­nen ein Kon­junk­tur­mo­tor vor Ort werden.“

Nicht gelöst sehen die bei­den Abge­ord­ne­ten die struk­tu­rel­le Her­aus­for­de­rung. „Bund und Land defi­nier­ten in den letz­ten Jah­ren vie­le neue wich­ti­ge Pflicht­auf­ga­ben, die Finan­zie­rung wur­de ein­fach der kom­mu­na­len Ebe­ne wei­ter­ge­reicht. Hier muss die Regie­rung im Frei­staat und im Bund Lösun­gen auf den Weg brin­gen, damit unse­re Städ­te, Land­krei­se und Gemein­den wie­der atmen können.“

Hin­ter­grund: Im Baye­ri­schen Finanz­aus­gleichs­ge­setz ist gere­gelt, wie das Geld inner­halb der kom­mu­na­len Ebe­ne ver­teilt wird. Die Mit­tel für die Schlüs­sel­zu­wei­sun­gen wer­den dem Kom­mu­nal­an­teil des all­ge­mei­nen Steu­er­ver­bun­des ent­nom­men: Den Kom­mu­nen ste­hen ab 2026 gesetz­lich 13,3 % der Ein­nah­men des Lan­des an der der Ein­kom­men- und Kör­per­schaft­steu­er, der Umsatz­steu­er und der Gewer­be­steu­er­um­la­ge zu. Im Baye­ri­schen Finanz­aus­gleichs­ge­setz ist gere­gelt, wie das Geld inner­halb der kom­mu­na­len Ebe­ne ver­teilt wird.

Die Grü­ne Land­tags­frak­ti­on for­dert eine wei­te­re Erhö­hung die­ses Anteils auf erst 14% und mit­tel­fris­tig 15%. „Wich­tig wären deut­lich mehr frei ver­füg­ba­re Mit­tel aus dem Steu­er­ver­bund, damit die Kom­mu­nen unbü­ro­kra­tisch selbst ent­schei­den kön­nen, wel­che Leis­tun­gen gera­de am not­wen­digs­ten sind“, so die Abgeordneten.

 

Gemein­de­schlüs­sel­zu­wei­sun­gen für den Land­kreis Rosenheim

Land­kreis­schlüs­sel­zu­wei­sun­gen Oberbayern

vor­aus­sicht­li­che kom­mu­na­le Inves­ti­ti­ons­bud­gets im Land­kreis Rosenheim

vor­aus­sicht­li­che kom­mu­na­le Inves­ti­ti­ons­bud­gets Land­krei­se Oberbayern

 

 

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