Die Bahn bereitet bundesweit immer größere Sorgen. Bei der S‑Bahn München sticht seit dem Sommer die Linie S7 besonders negativ hervor, obwohl sie zur Stabilisierung des notorisch unzuverlässigen Betriebs auf der eingleisigen Strecke erst letzten Dezember vom ebenfalls eingleisigen Ost-Ast, der derzeitigen S5 getrennt wurde.
Die Landtagsabgeordneten aus dem Landkreis München, Claudia Köhler, MdL, und Dr. Markus Büchler, MdL, haben bei der Staatsregierung die Hintergründe erfragt (siehe Anlage).
Die Grundursache für das Desaster ist demnach der miserable Zustand der Gleise, der zu Langsamfahrstellen und somit Verspätungen und Folgeverspätungen aufgrund der Eingleisigkeit führt.
Dr. Markus Büchler, MdL aus Oberschleißheim und Sprecher für Mobilität:
“Die DB Infra GO hat die Infrastruktur verlottern lassen, weil Bundesregierungen von Union und SPD über Jahrzehnte hinweg viel zu wenig Geld für die Eisenbahn investiert haben. Deswegen zahlen wir Fahrgäste nun die Zeche. Die S‑Bahn München fährt rund 60 Prozent der Fahrgäste im Nahverkehr auf der Schiene in Bayern. Der Raum München ist sozusagen das Herz der Eisenbahn in Bayern. Ich erwarte von der InfraGo endlich vollen Fokus auf eine vorausschauende Instandhaltung, die ohne Langsamfahrstellen auskommt. Ferner erwarte ich vom Freistaat Bayern, dass er als Auftraggeber Bescheid weiß, wieviele S‑Bahnen ausfallen. Schließlich bemessen sich danach auch die Entgelte, die die Bahn für die Verkehrsleistung erhält. Und schließlich erwarte ich von der S‑Bahn München, dass sie endlich das Informationschaos beseitigt. Es kann nicht sein, dass über die Bahnsteiganzeigen andere Auskünfte laufen als über die Lautsprecher und wieder andere in den diversen Apps. Das geht jetzt schon seit Jahrzehnten so, wo bleibt die Digitalisierung und der Respekt gegenüber den zahlenden Fahrgästen?”
Claudia Köhler, MdL aus Unterhaching: “Die S‑Bahn ist das Rückgrat der Mobilität in der Region München und muss reibungslos funktionieren! Schließlich sind auch unsere Straßen überlastet und das Auto stellt keine adäquate Alternative für die Bevölkerung dar. Momentan verursacht die Unzuverlässigkeit insbesondere an der S7 Frust und große Zeitverluste für Zehntausende Fahrgäste. Schließlich muss man mindestens eine, wenn nicht zwei S‑Bahnen früher nehmen, um einen Anschlusszug oder einen Termin zu erreichen. Das ist ein großer Schaden für die Menschen und letztlich auch in volkswirtschaftlicher Hinsicht! Ich will, dass die S‑Bahn wieder ein attraktives Verkehrsmittel wird, das uns hilft, die Klimaschutzziele zu erreichen und die Straßen zu entlasten!”
Anlage: Antwort der Staatsregierung auf die schriftliche Anfrage der Grünen im Landtag




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