Grünes Haushaltsteam. v.l. Tim Pargent, Claudia Köhler

Zukunfts­mil­li­ar­de für Kin­der, Kom­mu­nen und Umwelt- und Natur­schutz – Bay­ern muss handeln! 

Land­tags-Grü­ne for­dern anläss­lich der Haus­halts­klau­sur der Staats­re­gie­rung kla­re Prio­ri­tä­ten­set­zung für Zukunftsaufgaben

 Die Land­tags-Grü­nen for­dern die Staats­re­gie­rung zu einer kla­ren Prio­ri­tä­ten­set­zung bei ihrer Haus­halts­klau­sur für die nächs­ten bei­den Jah­re auf: Bay­ern muss in Kin­der, Jugend, Bil­dung, Unter­stüt­zung der Kom­mu­nen und Energie‑, Umwelt- und Natur­schutz­maß­nah­men inves­tie­ren – und so Hand­lungs­fä­hig­keit, Ver­trau­en und Zukunfts­per­spek­ti­ven vor Ort schaffen.

„Das ist die ein­ma­li­ge Chan­ce, poli­ti­sche Weit­sicht zu zei­gen, um die Kon­junk­tur vor Ort anzu­trei­ben. Wer immer nur ver­wal­tet, statt zu inves­tie­ren, ver­liert die Zukunft”, sagt Katha­ri­na Schul­ze, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de der Land­tags-Grü­nen. „Die Staats­re­gie­rung muss Ver­trau­en zurück­ge­win­nen, indem sie den Men­schen zeigt: Der Staat kann han­deln, er kann inves­tie­ren, er kann Sicher­heit und Per­spek­ti­ven schaf­fen – er setz­te eine Mil­li­ar­de Euro zusätz­lich für unser aller Zukunft ein. Kin­der, Umwelt- und Natur­schutz und Kom­mu­nen müs­sen die Prio­ri­tät im kom­men­den Haus­halt haben – alles ande­re ver­schiebt nur die Pro­ble­me auf mor­gen“, so Katha­ri­na Schul­ze.

  1. Kom­mu­nen stär­ken – Herz­stück der Demokratie

Die Lösung aktu­el­ler Pro­ble­me fin­det in wei­ten Tei­len auf kom­mu­na­ler Ebe­ne statt. Sie muss wie­der finan­zi­ell hand­lungs­fä­hig wer­den, damit die Men­schen vor Ort erken­nen, dass die öffent­li­che Hand gut arbeitet.

Clau­dia Köh­ler, Spre­che­rin für Haus­halt, sagt: „Unse­re Städ­te und Gemein­den sind der Takt­ge­ber Bay­erns. Ohne finan­zi­el­le Hand­lungs­fä­hig­keit kommt das Land aus dem Rhyth­mus und bleibt weit hin­ter sei­nen Mög­lich­kei­ten. Wir for­dern einen höhe­ren Anteil der Kom­mu­nen an den Steu­er­ein­nah­men und dass min­des­tens zwei Drit­tel der Mit­tel aus dem Bun­des-Son­der­ver­mö­gen direkt für zusätz­li­che Inves­ti­tio­nen in die Kom­mu­nen flie­ßen – für Schu­len, Kitas, ÖPNV, Sport­stät­ten, Schwimm­bä­der und siche­re Stra­ßen. Jede Kom­mu­ne in Stadt und Land muss spür­bar profitieren.”

  1. Kin­der, Jugend und Aus­bil­dung: Zukunft kon­kret gestalten

Kin­der dür­fen nicht län­ger wegen eines sanie­rungs­be­dürf­ti­gen Bil­dungs­sys­tems in ihren Mög­lich­kei­ten aus­ge­bremst wer­den. Es braucht moder­ne Schu­len, ver­läss­li­che Kin­der­be­treu­ung, ein Recht auf Vor­schu­le, mehr Demo­kra­tie­bil­dung und bes­se­re Arbeits­be­din­gun­gen für das päd­ago­gi­sche Fach­per­so­nal. Wich­ti­ge Schrit­te dahin und zu mehr Chan­cen­gleich­heit sind außer­dem ein bun­des­weit gül­ti­ges Deutsch­land­ti­cket für alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler in Bay­ern, der qua­li­ta­ti­ve Aus­bau der Ganz­tags­an­ge­bo­te, ein bei­trags­frei­es Schu­les­sen, mehr Wohn­raum für Aus­zu­bil­den­de und Stu­die­ren­de sowie Inves­ti­tio­nen in Sport- und Freizeitstätten.

  1. Umwelt- und Natur­schutz: Jetzt investieren

Schließ­lich sind Umwelt- und Natur­schutz Fak­to­ren, die die Men­schen direkt vor Ort spü­ren und von denen sie pro­fi­tie­ren. Bay­ern muss in Hit­ze­schutz, Hoch­was­ser­vor­sor­ge, Schwamm­städ­te, Trink­was­ser­brun­nen, Ener­gie­ver­sor­gung und kom­mu­na­le Kli­ma­för­de­rung inves­tie­ren und die Kom­mu­nen so fit für kom­men­de Her­aus­for­de­run­gen machen.

Tim Par­gent, Spre­cher für Finan­zen: „Die gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen unse­rer Zeit sind der Umgang mit der Kli­ma­kri­se, der Sanie­rungs­stau, die Ener­gie- und Mobi­li­täts­wen­de, der sozia­le Zusam­men­halt und die Ver­tei­di­gung unse­rer Demo­kra­tie gegen ihre Fein­de von innen und außen. Wenn Bay­ern jetzt klug inves­tiert, kann es den Men­schen vie­le Sor­gen neh­men, Pla­nungs­si­cher­heit schaf­fen und den Frei­staat fit für die kom­men­den Jahr­zehn­te machen. Die­se Chan­ce darf nicht ver­passt wer­den! Abzu­war­ten ist teuer.“

Hin­ter­grund
Bay­ern ste­hen aus dem Bun­des-Son­der­ver­mö­gen „Infra­struk­tur und Kli­ma­neu­tra­li­tät“ bis 2036 rund 15,7 Mrd. Euro zur Ver­fü­gung. Die Mit­tel aus dem Son­der­ver­mö­gen sind für zusätz­li­che Inves­ti­tio­nen vor­zu­se­hen, sie dür­fen nicht für lau­fen­de Pro­jek­te wie Staats­stra­ßen oder die zwei­te Stamm­stre­cke umge­lenkt wer­den – es geht um Zukunfts­in­ves­ti­tio­nen. Die Land­tags-Grü­nen for­dern, min­des­tens zwei Drit­tel der Mit­tel direkt an die Kom­mu­nen für zusätz­li­che Inves­ti­tio­nen weiterzugeben.

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