Foto: Team Köhler

Grü­ne im Land­kreis for­dern: Deutsch­land­ti­cket für alle Schü­le­rin­nen und Schüler!

Im Land­kreis Mün­chen gibt es immer wie­der Streit­fäl­le, wer wel­ches Ticket für den Schul­weg bezahlt bekommt. Hin­ter­grund ist eine über­aus kom­ple­xe und büro­kra­ti­sche Rege­lung der soge­nann­ten Schul­weg­kos­ten­frei­heit in Bay­ern, kri­ti­sie­ren die Grü­nen-Abge­ord­ne­ten aus dem Land­kreis Mün­chen Clau­dia Köh­ler MdL und Dr. Mar­kus Büch­ler.

“Es gibt Fami­li­en, in denen bekom­men drei Kin­der jeweils ein ande­res Ticket und das vier­te gar keins. Die Rege­lung in Bay­ern ist ein absur­des büro­kra­ti­sches Cha­os für Ver­wal­tung und Eltern, abhän­gig von der jewei­li­gen Schu­le, von der Ent­fer­nung und vom Tarif­raum. Auch wird nicht dif­fe­ren­ziert, ob ein Schul­weg, der viel­leicht kurz aber zu Fuß oder Rad zu gefähr­lich ist und des­we­gen der Bus genom­men wer­den muss,” kri­ti­siert Dr. Mar­kus Büch­ler, Kreis­rat und ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher im Landtag.

Clau­dia Köh­ler, Kreis- und Gemein­de­rä­tin sowie haus­halts­po­li­ti­sche Spre­che­rin im Land­tag betont: “Oft kommt es zu Streit­fäl­len, für wel­che Schu­le bezahlt wird und wel­cher Weg zur Schu­le bezahlt wird und wel­cher nicht. Die Eltern zah­len am Ende oft selbst das teu­re Ticket, wenn die hoch­kom­ple­xe Staats­bü­ro­kra­tie den Schul­weg des Kin­des durchs Ras­ter fal­len lässt. Für vie­le Fami­li­en ist das eine finan­zi­el­le Belas­tung, die den Besuch einer wei­ter­füh­ren­den Schu­le wie zum Bei­spiel die FOS gefähr­det. Das darf nicht sein, der Besuch einer Schu­le darf nicht von finan­zi­el­len Res­sour­cen abhän­gig sein! Wäh­rend ande­re Bun­des­län­der ein­fach allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern eine Fahr­kar­te geben, spart Bay­ern trotz Mil­li­ar­den­rück­la­ge bei Kin­dern und Fami­li­en. Das ist hoch­gra­dig unsozial!”

Der Frei­staat gewährt Schul­weg­kos­ten­frei­heit nur dann, wenn das Kind wei­ter als 2km von der Grund­schu­le oder 3km von der wei­ter­füh­ren­den Schu­le ent­fernt wohnt, aber nur bis zur 10. Klas­se und nur dann, wenn es die nächst­ge­le­ge­ne, geeig­ne­te Schu­le besucht. Was die nächst gele­ge­ne, geeig­ne­te Schu­le im Land­kreis Mün­chen ist und wie die Ent­fer­nung zu mes­sen ist, eröff­net einen wei­ten Ermes­sens­spiel­raum und damit viel Raum für Frust und Streit. Oben­drein bekom­men man­che das Deutsch­land­ti­cket, man­che nur ein Stre­cken­ti­cket zwi­schen zu Hau­se und Schu­le und ande­re das 365-Euro-Jugend­ti­cket, letz­te­res aber wie­der­um nur Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die inner­halb der grö­ße­ren Ver­bund­ge­bie­te wie dem MVV leben und deren Pen­del­weg inner­halb die­ses Gebie­tes liegt. Zusätz­lich gibt es für Schü­le­rin­nen und Schü­ler ab der 10. Klas­se eine Zumut­bar­keits­gren­ze der Eigen­be­tei­li­gung von 320 Euro je Schü­ler und Schul­jahr sowie maxi­mal 490 Euro je Fami­lie und Schuljahr.

 

Medi­en­echo:
Grü­ne — Deutsch­land­ti­cket für alle — unser würmtal

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