Nach­hal­tig unter­wegs — Bio-Bäcke­rei Fritz Müh­len­bä­cke­rei in Aying

In unse­rem Land­kreis gehen vie­le Unter­neh­men vor­an, was gesun­de Ernäh­rung, bio­lo­gi­sche Her­stel­lung und regio­na­le Zusam­men­ar­beit angeht. Gemein­sam mit mei­nem Kol­le­gen Dr. Mar­kus Büch­ler besuch­te ich jetzt die Fritz Müh­len­bä­cke­rei in Aying – ein Fami­li­en­be­trieb, der Regio­na­li­tät, Trans­pa­renz und öko­lo­gi­sches Hand­werk lebt. Wie viel Arbeit, Lei­den­schaft und Qua­li­tät in einem ein­fa­chen Brot­laib ste­cken, wird einem erst bewusst, wenn man vor Ort sieht, wie­viel Roh­stof­fe, Arbeits­gän­ge und Zeit es braucht, bis die Back­wa­ren aus­ge­lie­fert wer­den können.

Dirk und Man­dy Fritz zeig­ten uns vom Mah­len des Getrei­des über die Teig­her­stel­lung bis hin zum Backen alle Arbeits­schrit­te und nah­men sich viel Zeit, uns durch ihre Bäcke­rei zu füh­ren. Beson­ders span­nend: Die Kom­bi­na­ti­on aus moder­ner Pro­duk­ti­ons­tech­nik und lie­be­voll gepfleg­ten, teils his­to­ri­schen Maschi­nen, die noch heu­te in Betrieb sind.

Im anschlie­ßen­den Gespräch mit den Fir­men­in­ha­bern wur­de schnell deut­lich, wel­chen Her­aus­for­de­run­gen klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Betrie­be im All­tag gegen­über ste­hen: Ener­gie­prei­se, Suche nach Flä­chen für Erwei­te­run­gen, Lärm­schutz­re­ge­lun­gen, Druck durch den Han­del bei not­wen­di­gen Preis­stei­ge­run­gen, Büro­kra­tie, Gewin­nung von Aus­zu­bil­den­den und Sicht­bar­keit im Markt. Die Poli­tik hat meist die gro­ßen Unter­neh­men im Blick, mit­tel­stän­di­sche Unter­neh­men, gera­de im Hand­werk in Bay­ern, brau­chen mehr Unterstützung.

Gera­de in Zei­ten, in denen regio­na­le Wirt­schaft und nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on mit schwie­ri­gen und unbe­re­chen­ba­ren Her­aus­for­de­run­gen zu kämp­fen haben, braucht es poli­ti­sche Rah­men­be­din­gun­gen, die die­sen Betrie­ben Pla­nungs­si­cher­heit geben, Hür­den aus dem Weg räu­men und stärken!

 

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