Alle miteinander – was eigentlich selbstverständlich sein sollte, wurde hier zur Idee gemacht. Mitten in der Großstadt zwischen hohen Bürogebäuden wurde eine neue Schule errichtet, in der Kinder aus allen Familien gemeinsam unterrichtet und gefördert werden. Egal, ob die Eltern viel Geld oder wenig Geld haben, ob sie schon immer in München gelebt haben oder neu zugezogen oder hierher geflüchtet sind.
Die internationale Montessori Grund- und Mittelschule Campus di Monaco gibt sich das Bild eines Boots auf dem Weg zu neuen Ufern, das alle mitnimmt und auf die Reise geht. So steigt man nicht in verschiedene Stockwerke, sondern auf unterschiedliche Decks. Ganz oben ist das Pausendeck mit viel Grün, Gemüse, Bänken, Rückzugsräumen, einer Jurte… und einem grandiosen Ausblick.
300 Schülerinnen und Schüler sind hier daheim, 100 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen arbeiten hier. Geleitet wird die Schule von Antonia Veramendi, Montessoripädagogin, Dozentin in der Erwachsenenbildung und Bildungsmanagerin. Sie leitete von 2013 bis 2018 die Münchner SchlaU-Schule und unterrichtet seit 18 Jahren an Montessorischulen und an der SchlaU-Schule.
Weltoffenheit, Demokratie und Verantwortung, Solidarität, Sprachen, Kultur und Kunst, diese Werte werden betont.
Mich hat nicht nur beeindruckt, wie man mit diesem Blick auf die Kinder allen gerecht wird, sondern auch, wie engagiert die Schulfamilie mithilft. Die Schule wurde mit ganz viel Eigenleistung der Eltern gestaltet und zum Geburtstagsfest wurden Vorführungen einstudiert, ein Riesenbuffet gezaubert und Konzerte gegeben.
Ganz unten gibt es einen Mitmachgarten, den das ganze Viertel genießt und pflegt – auch in den Abendstunden, wenn die Schule längst rum ist. Hier kommt der Ausdruck „Sozialraum“ zum Leben.
Und so ist es kein Wunder, dass der Campo di Monaco – als einzige Schule in Bayern – für den Deutschen Schulpreis nominiert ist, und das sogar in zwei Kategorien!
Herzlichen Glückwunsch und alles Gute weiterhin!
- Foto: Team Köhler
- Foto: Team Köhler
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