Die bayerische Staatsregierung hat nun doch die Einrichtung eines Transformationsfonds mit einem Volumen von 350 Millionen Euro aus dem Kapitalstock der Bayerischen Forschungsstiftung angekündigt. Schon seit Jahren forderten wir Grüne, insbesondere unsere wirtschaftspolitische Sprecherin Barbara Fuchs, einen Transformationsfonds für die Bayerische Wirtschaft, um die Bewältigung der Herausforderungen für die Unternehmen bei der sozial-ökologischen Wende zu unterstützen.
“Endlich setzt die Staatsregierung wenigstens zum Teil um, was wir Grüne seit Jahren fordern und stellt einen Betrag für einen Transformationsfonds für unsere Unternehmen in Bayern zur Verfügung”, erklärt Claudia Köhler, haushaltspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion. “Seit 2020 fordern wir — u.a. in konkreten Haushaltsanträgen — einen ökologischen Transformationsfonds mit 300 Millionen Euro Volumen. Allerdings ist es wie so oft eine Mogelpackung. Nur die Umwidmung einer Stiftung. Unsere Idee wurde aufgegriffen — aber die Verzögerung und die Umsetzung sind äußerst schlecht für die Wirtschaft und die Forschung, der diese Mittel fehlen.”
Die Grünen betonen die zentrale Bedeutung kleiner und mittelständischer Unternehmen für die bayerische Wirtschaft. In Betrieben mit bis zu 500 Beschäftigten arbeiten rund 4,4 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.
“Diese Unternehmen sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Sie beim notwendigen Strukturwandel zu unterstützen, ist eine Kernaufgabe zukunftsgerichteter Wirtschaftspolitik”, so Köhler weiter. “Es ist wichtig, ihnen zu signalisieren: Wir stehen an eurer Seite. Spät genug hat das auch die bayerische Staatsregierung erkannt, die sich vorher nur auf den Anstrengungen des Bundes ausgeruht hat.”
Die Grünen fordern seit langem einen “Bavarian Green Deal”, eingebettet in den European Green Deal, um den bayerischen Mittelstand für die Herausforderungen der Zukunft zu rüsten. Neben finanzieller Unterstützung umfasst das Grüne Konzept auch die Förderung von Wissenschaft und Forschung, eine stärkere Berücksichtigung heimischer Betriebe bei staatlichen Vergaben sowie Verbesserungen der staatlichen Infrastruktur.
Claudia Köhler: “Mit unserem ökologischen Transformationsfonds mit einem Startkapital von 350 Millionen Euro können kleine und mittelständische Unternehmen, unter anderem die Zulieferbetriebe in der 2. und 3. Reihe der Automobilindustrie, in Zukunftstechnologien investieren — aber leider nicht über den regulären Haushalt und zulasten der Forschungsmittel. Die Umschichtung ist keine echte Mehrung von Haushaltsmitteln. Hier werden wir dranbleiben!”




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