MdL Köhler fordert konkretes Engagement der Staatsregierung
Die von der Insolvenz bedrohte Wohnungsgenossenschaft MARO hat jetzt nur noch wenige Tage Zeit, um das notwendige Kapital zu sammeln, um das Insolvenzverfahren zu einem guten Ende führen zu können. Von den notwendigen 5 Millionen Euro konnten immerhin 3,7 Millionen Euro über Absichtserklärungen gesammelt werden. Die MARO hat Wohnungen in Weilheim, Unterhaching, Oberhaching, Dietramszell, Wolfratshausen, Unterwössen, Seefeld, Prien, Karlsfeld, Windach und Penzberg. Hunderte Genossinnen und Genossen zittern nach wie vor um ihre Mietwohnungen. Und was macht die Staatsregierung? Aktuell offensichtlich nichts. Sie hat die wertvolle Zeit über den Sommer verstreichen lassen.
„Eine Bürgschaft des Freistaats Bayern zur Absicherung eines neuen Kredits könnte die Rettung sein. Aber dazu müsste die Staatregierung endlich eine Entscheidung treffen. Das Problem ist seit Monaten bekannt. Ist die gesamte Staatsregierung im Urlaub?“
Claudia Köhler, Abgeordnete und Gemeinderätin aus Unterhaching,
haushaltspolitische Sprecherin und stellv. Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion
Der Freistaat muss sich engagieren, um einen Verkauf der Wohnungen zu verhindern und die Bewohnerinnen und Bewohner vor Verdrängung zu schützen. Das genossenschaftliche Wohnen bildet neben dem selbst genutzten Wohneigentum und dem Wohnen zur Miete die dritte Säule der Wohnraumversorgung. Wohnungsgenossenschaften sichern in Zeiten steigender Mieten bezahlbaren Wohnraum und tragen zur Bildung stabiler Nachbarschaften bei.
„Wir konnten über die Jahre zusehen, wie das MARO-Modell erfolgreich funktioniert hat. Wie günstiger Wohnraum geschaffen wurde und Hausgemeinschaften generationenübergreifend zusammengehalten haben. Das kann die Staatsregierung in Bayern doch nicht einfach durch Nichtstun gefährden – wegen eines einstelligen Millionenbetrags! Sie muss sich jetzt endlich zu genossenschaftlichem Wohnen bekennen und der MARO helfen.“
Claudia Köhler, Abgeordnete und Gemeinderätin aus Unterhaching,
haushaltspolitische Sprecherin und stellv. Fraktionsvorsitzende der Landtagsfraktion
Einen Dringlichkeitsantrag hatten die Landtags-Grünen dazu bereits im Juli gestellt und bereits bei den Haushaltsberatungen 2023 hatten die Grünen Bürgschaften für Neugründungen von Wohnungsbaugenossenschaften beantragt.
Medienecho:
Insolvente Wohnbaugenossenschaft Maro: Noch immer fehlen 1,2 Millionen Euro — Hallo
Maro-Bewohner sind von der Regierung enttäuscht — MM
Schwieriger Endspurt für die Maro-Rettung — SZ
Grüne machen Druck auf Staatsregierung — Merkur





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