Ein Blick in die Klassenzimmer von Grund- und Mittelschulen zeigt uns eine vielfältige Schülerschaft. Dort werden Kinder mit den unterschiedlichsten Begabungen, Lebenswelten, Lernwegen und Unterstützungsbedarfen von Lehrerinnen und Lehrern unterrichtet, die diese anspruchsvolle Aufgabe mit Bravour meistern.
Wir Grüne fordern in einem Gesetzentwurf , die Besoldung von Grund- und Mittelschullehrkräften auf die Besoldungsgruppe A 13 anzuheben. Dies soll zunächst durch die Anhebung der Eingangsbesoldung und in weiteren Schritten durch die sukzessive Anhebung aller Erfahrungsstufen nach A 13 erfolgen. Für nicht verbeamtete Lehrkräfte ist eine entsprechende Lösung zu finden. Unsere Anträge und der Gesetzentwurf wurden bei den aktuellen Haushaltsberatungen und der Verabschiedung im Plenum im April 2023 noch namentlich (Liste s. unten) abgelehnt.
Nun, im Mai 2023, haben der Ministerpräsident und der FW-Kultusminister die Notwendigkeit nun endlich doch erkannt und eine Reform der Lehrkräfteausbildung und die Einführung von A 13 für Mittel- und Grundschullehrkräfte angekündigt. Kommen soll das aber erst in der nächsten Legislaturperiode und begonnen werden soll mit den Mittelschullehrkräften. Das ist wieder ein Rückschlag für die Grundschullehrkräfte.
Trotz der ebenso anspruchsvollen Arbeit und angesichts des höheren Pflichtstundenkontingentes erhalten Grund- und Mittelschullehrkräfte in Bayern 600 Euro weniger Gehalt als ihre Kolleginnen und Kollegen an Realschulen und Gymnasien.
Angesichts des sich immer weiter verstärkenden Lehrkräftemangels an Grund- und Mittelschulen ist die Angleichung der Gehälter nicht nur eine Frage der Gerechtigkeit, sondern steigert zudem auch die Attraktivität des Lehrberufs.
Andere Bundesländer wie Sachsen, Brandenburg, Berlin, Bremen und Schleswig-Holstein leisten sich die Bezahlung nach A 13 inzwischen. Aus gutem Grund!
siehe auch
Gegen Lehrkräftemangel: Gehaltsstufe A 13 für alle Lehrkräfte!




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